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Interne Kommunikation – Die Zielgruppe Mitarbeiter

Zielgruppe Mitarbeiter

Interne Kommunikation und Employer Branding brauchen guten Content

Bei großen Konzernen schon längst Usus, wird es nun auch bei mittelständischen und kleinen Unternehmen mehr und mehr zur Regel, sich selbst eine Arbeitgebermarke zu verabreichen. Denn wer im Wettbewerb um die besten – oder besser gesagt: richtigen – Mitarbeiter steht, muss sich auch als Arbeitgeber klar und gut positionieren. Um als „Employer of Choice“ wahrgenommen zu werden, braucht es also ein klar definiertes, auf die Unternehmenswerte aufbauendes Employer Branding.

Zielgruppe Mitarbeiter interne Kommunikation
Interne Kommunikation hilft auch in der Außenwirkung. Foto: Envato Elements

Im eigenen Unternehmen heißt es also, die in der CI verankerten Werte,  Selbstverständnis und Kultur nicht nur zu erkennen, sondern auch glaubhaft nach außen zu tragen. Wie man das macht, zeigen z. B. die beiden Chemnitzer Unternehmen Nomos Glashütte und Staffbase vor. Das Software Start-Up Staffbase engagierte sich nach den rechten Ausschreitungen in Chemnitz in einer Initiative, die den Rechtsradikalen nicht unwidersprochen das Feld überlassen möchte. Der Uhrenhersteller Nomos Glashütte wiederum bietet Seminare für die Mitarbeiter an, damit diese lernen mit den Aussagen und Taten von Pegida und Rechten umzugehen, da das Unternehmen Rassismus als Risiko für das eigene Unternehmen einstuft.

 

Um ein solche Haltung aber in der Öffentlichkeit zu vertreten, braucht es unbedingt auch die Mitwirkung der Mitarbeiter. Denn diese reden selbstverständlich auch außerhalb des Betriebes über ihren Arbeitgeber, Arbeitsbedingungen und über angebotenen Dienstleistungen oder Produkte. Und damit dies im Interesse des Unternehmens passiert, braucht es auch eine vertrauensvoll nach innen gerichtete, glaubhafte und vor allem offene und ehrliche Kommunikation mit den Beschäftigten.

 

Nicht zuletzt deshalb gewinnt interne Kommunikation in Zukunft vermehrt an Bedeutung. Die eigenen Mitarbeiter spielen als authentisch wahrgenommene Unternehmensbotschafter eine immens wichtige Rolle für das Image jeder Firma, und beeinflussen damit wiederum stark das Recruiting und die Personalsuche.

 

Auch Praktikanten sollten in diesem Zusammenhang keinesfalls unterschätzt werden. Denn gerade diese bekommen im Zuge ihres Praktikums zumeist einen ungefilterten Blick aufs Innenleben des Unternehmens. Und hier, wie auch in allen anderen Situationen, wo es darum geht potentielle neue Mitarbeiter anzusprechen, wird interne zur externen Kommunikation. Denn niemand wirbt besser fürs eigene Unternehmen bei der Personalsuche als die eigenen Mitarbeiter.

 

Solche unmittelbaren, persönlichen Erlebnisse von potentiellen Bewerbern lassen sich eigentlich nicht mehr toppen. Aber trotzdem gibt es auch noch andere interne Kommunikationskanäle, die sich auch für außenstehende gut nutzen lassen.

Mitarbeiter-Magazine sind eine solche Sache – man erreicht einerseits damit Mitarbeiter, welche möglicherweise nicht über einen internen Computerarbeitsplatz verfügen, andererseits lassen sich viele Inhalte davon auch direkt zur Kommunikation mit Kunden und Lieferanten verwenden. Das ganze möglicherweise noch kombiniert mit einer Mitarbeiter- und offiziellen Unternehmens-App eröffnet ohne großen Mehraufwand einen großen Mehrwert!

 

Neben der Unterstützung fürs Recruiting liegt der Wert interner Unternehmensmedien aber vor allem darin, Mitarbeiter zu überzeugten Marken- und Unternehmensbotschaftern zu machen, welche dazu beitragen, das gute Image freiwillig und glaubhaft in die Welt zu tragen. Voraussetzung für den Erfolg ist aber eine stimmige und professionelle Abstimmung von Inhalten und den ausgewählten Kommunikationskanälen. Ein gutes Content-Marketing sorgt für die richtigen inhaltlichen und zeitlichen Abfolgen, die Übereinstimmung von internen und externen Botschaften, sowie von unternehmensgesteuerter, medienunterstützter als auch persönlicher Kommunikation.

Wird das alles richtig umgesetzt, dann gelingt auch das Employer Branding.


Weiterführende Quellen:

Lesetipps:

Employer Reputation – Das Konzept „Arbeitgebermarke“ neu denken: von Torsten Bittlingmaier / Bernhard Schelenz (Hrsg.), Haufe Fachbuch, 2015

 

„Die Zeit“ NR. 37/2018 und „Die Zeit“ NR. 39/2018 berichtet über die zwei sächsischen Unternehmen Staffbase und Nomos Glashütte

 

Freie Universität Berlin:

Die FU Berlin stellt unter diesem link Infomaterial und Broschüren zur Verfügung zum Thema Praktika als Fachkraeftesicherung

Über den Autor:

Sascha Ladurner ist bekennender Grafik-Nerd. Er ist außerdem selbsternannter Fußballprofessor.

Beruflich beschäftigt er sich mit Werbung und Design und berät Unternehmen über die vielfältigen Möglichkeiten des Werbeuniversums.

Er hört Iggy Pop und leidet mit Wacker Innsbruck.

 

Kontakt: sascha.ladurner@gmail.com


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