https://www.quickdraw.at/ Wed, 22 May 2019 12:59:23 +0200 Jimdo_Feed de-de http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss https://www.quickdraw.at/2019/04/08/rules-of-design-vol-7-von-hurenkindern-und-schusterbuben/ https://www.quickdraw.at/2019/04/08/rules-of-design-vol-7-von-hurenkindern-und-schusterbuben/

Weiß' nicht woher ich komm', noch wohin ich geh'!*

Bild zeigt die Typographie von Zeuge weder Hurenkinder noch Schusterjungen
Designerregel Nummer 7: Zeuge weder Hurenkinder noch Schusterjungen

Typographie ist ein essentieller Bestandteil der grafischen Arbeit. Leider ist sie in den letzten Jahren doch etwas in den Hintergrund der handwerklichen Arbeit gerückt.

Zwar gibt es immer mehr rein typographisch gestaltete Werke, gleichzeitig hat aber die Qualität klassischer grafischer Layouts, wie zum Beispiel Magazine, White Papers oder Inserate, auf typographischer Ebene eher abgenommen.

Ein Indiz dafür sind die immer öfter auftretenden Hurenkinder und Schusterjungen. Dabei wäre es heutzutage soviel einfacher, diese zu vermeiden, als es noch vor der digitalen Revolution im grafischen Gewerbe war. Trotzdem versäumen viele Kreative hier, ihrer Verantwortung nachzukommen, und schon im Vorfeld Einstellungen vorzunehmen, dass dies gar nicht passieren kann. Dass darüber hinaus eine manuelle Kontrolle erfolgen sollte, möchte ich gar nicht erst erwähnen.

Hurenkinder und Schusterjungen – Was ist das eigentlich?

Aber jetzt erstmal die Erklärung für alle Nichtgrafiker (und alle Jungspunde, die Grafik nicht mehr als klassisches Handwerk erlernten), worüber wir da eigentlich überhaupt sprechen.

 

Hurenkind und Schusterjunge sind sogenannte Satzfehler, die den Lesefluss stören und darüber hinaus auch noch unästhetisch sind.

 

Ein Hurenkind entsteht, wenn die letzte Zeile eines Absatzes zugleich die erste Zeile einer neuen Spalte oder – am allerschlimmsten – einer neuen Seite ist.

Die Bezeichnung Hurenkind wurde geprägt, weil die „allein“ stehende Zeile ihre „Herkunft“ – den inhaltlichen Zusammenhang – verloren hat. Im angelsächsischen Sprachgebrauch wird sie „widow“ genannt, der Begriff „Witwe“ setzt sich zwischenzeitlich auch im deutschsprachigen Raum immer mehr durch. Hurenkinder sind unbestreitbar schwere handwerkliche Fehler im Schriftsatz ( a.k.a. Typographie), vor allem wenn die Zeile auf die Rückseite einer Seite gerät. Das bedeutet nämlich, dass diese Seite mit einem komplett aus dem Zusammenhang gerissenen Satzfragment beginnt. Das stört nicht nur den Lesefluss, sondern stört auch das Erscheinungsbild erheblich. Ganz schlimm wird es, wenn die Absätze auch noch mit einem erhöhten Durchschuss abgetrennt sind, d. h., dass der Zeilenabstand zwischen zwei Absätzen weiter ist, als der normale Zeilenabstand. Da kann sogar passieren, dass zwei Zeilen, die streng genommen kein Hurenkind mehr wären, optisch als solches wahrgenommen werden.

Foto zeigt Beispiel eines zweizeiligen Hurenkindes
Gutes Beispiel für schlechten Satz: Zwar stehen zwei Zeilen am Seitenanfang, aber die zweite Zeile besteht nur aus einer kurzen Silbe, und durch den vergrößerten Zeilendurchschuß entsteht ein alleinstehender, nicht aussagekräftiger Textblock. So nicht!
Bild zeigt Beispiel eines Schusterjungen
Schusterjunge bei einem abgedruckten Interview.

Als Schusterjunge bezeichnet man eine am Seiten- oder Spaltenende stehende Zeile, die zugleich den Beginn eines neuen Absatzes darstellt.

Auch hier setzt sich mehr und mehr die von dem angelsächsischen „orphan“ kommende Bezeichnung „Waise“ durch. Auch Schusterjungen sind natürlich schwere Handwerkliche Fehler, fallen aber zumeist optisch weniger auf, da sie ja doch in Leserichtung am Seiten- oder Spaltenende liegen. Wenn aber Absätze, wie in modernen Layouts durchaus üblich, eingezogen werden (d. h., dass die erste Zeile eines neuen Absatzes ein wenig weiter rechts beginnt), fällt dieser Fehler dann doch wieder gravierender aus.

Für beide Satzfehler gilt, dass sie besonders gravierend sind, wenn es nur ein Wort oder gar nur eine Silbe betrifft, die in der Zeile stehen – ein absoluter Super-GAU der Typographie!

Vermeiden wäre einfach

Was mich persönlich an diesen handwerklichen Fehlern so besonders stört, ist die Tatsache, dass sie wirklich einfach vermeidbar wären. Dazu braucht es nämlich nur drei Dinge:

  • Erstens das Wissen darüber, dass es sich überhaupt um einen handwerklichen Fehler handelt
  • Zweitens das Beherrschen seiner kreativen Werkzeuge, im konkreten Fall seiner Layoutprogramme
  • Drittens eine optische Endkontrolle durch den Layouter/Grafiker/Texter

Egal ob man mit InDesign, Illustrator oder X-Press arbeitet, jedes professionelle Layout- oder Grafikprogramm erlaubt das einstellen spezieller Absatzformate, die automatisch erkennen, wenn es zu einem Hurenkind oder Schusterjungen kommt. Werden solche Einstellungen schon im Vorfeld fix eingestellt, können diese Satzfehler einfach nicht mehr passieren.

Sehr oft höre ich aber, dass Texte nur via Word oder ähnlicher Texteditoren bereitgestellt werden, und man sich den Redakteuren oder dem Text des Kunden „beugen“ muss, und sich das manchmal gar nicht anders ausgeht. Dafür fehlt mir persönlich jedes Verständnis.

Zum einen liegt es im Interesse jedes Beteiligten, qualitativ hochwertige Arbeit abzuliefern – v.a. auch im Interesse des Kunden. Zum anderen ist es auch die Aufgabe des Grafikers und/oder Layouters, das Layout entsprechend der vorgegebenen Bedingungen anzupassen und richtig zu machen. Wer das nicht beherrscht, leistet schlechte Arbeit.

 

Zugegebenermaßen leidet die Qualität natürlich auch dadurch, dass auf Grund des Kostendrucks das Lektorat mehr und mehr eingespart wird. Gerade dieses hatte aber in der Vergangenheit mit alternativen Trennungen, kleinen Textänderungen oder Neuformulierungen dazu beigetragen, ein harmonisches Bild im Bereich der Typografie entstehen zu lassen. Zum Thema Lektorat und Korrekturlesen gibt es aber dann noch einen eigenen Blog in dieser Serie.

Fazit

  • Um typografische Fehler zu erkennen muss ich zuerst die Regeln beherrschen.
  • Wer schon bei der Erstellung des Layouts die Möglichkeit von Hurenkindern und Schusterjungen eliminiert spart sich unnötige Arbeit und dem Kunden damit Zeit und Geld.
  • Redakteure und Texter sollten sich öfter an der Regel „Less is More“ orientieren ;-)

 Im nächsten Blog sprechen wir über eines der am heißesten zwischen Kunden und Kretiven diskutierten Themen – den Weißraum! Dieser ist ja oft hart umkämpft, Grafiker wollen ihn bestehen lassen, Kunden haben meist das Gefühl, "da bringen wir noch was unter" :-) Aber dazu mehr nächste Woche!

 

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Über den Autor:

Sascha Ladurner ist bekennender Grafik-Nerd. Er ist außerdem selbsternannter Fußballprofessor.

Beruflich beschäftigt er sich mit Werbung und Design und berät Unternehmen über die vielfältigen Möglichkeiten des Werbeuniversums.

Er klettert leidenschaftlich gerne, hört Iggy Pop und leidet mit Wacker Innsbruck.

Kontakt: office@quickdraw.at

*Überschrift:

Abwandlung des typografischen Merksatzes: Ein Hurenkind weiß nicht woher es kommt, ein Schusterjunge nicht, wohin er geht.



/*]]>*/ Mon, 08 Apr 2019 13:29:28 +0200 https://www.quickdraw.at/2019/04/03/rules-of-design-vol-6-du-designst-nicht-f%C3%BCr-dich-selbst/ https://www.quickdraw.at/2019/04/03/rules-of-design-vol-6-du-designst-nicht-f%C3%BCr-dich-selbst/

Der Kunde vom Kunde ist der König

Bild zeigt die Typographie von du designst nicht für dich selbst
Designerregel Nummer 6: Du designs nicht für dich selbst

Manchmal hilft das beste Briefing nichts. Dann nämlich, wenn man ganz erstaunt feststellt, dass der Kunde mit seinen Annahmen – sagen wirs mal diplomatisch – nicht ganz richtig liegt. Das Schlechteste, was man als Kreativer in dem Fall tun kann, ist sich zu denken, dann mach' ich doch einfach mal das, von dem ich glaube, dass es passt!

In den ersten Blogs zur Serie „Rules of Design“ haben wir viel philosophisches durchgekaut und erst beim letzten Blog zum Thema, wie richtiges Design entsteht, sind wir erstmals mit dem Kunden in „Kontakt“ getreten. Nachdem wir nun also wissen, dass es darum geht, seinem Kunden nicht nur schönes, sondern richtiges zu liefern, wollen wir uns heute einem Thema widmen, das für Designer eigentlich selbstverständlich sein sollte, aber leider allzu oft eine Falle ist, in die Kreative zu gerne treten:

Das Mantra, nicht für einen selbst zu designen, sondern für den Kunden!

Nur, um ganz ehrlich zu sein – wir haben das ja schon besprochen – wir designen auch nicht für den Kunden, sondern für die Kunden vom Kunden!

Nun möchte ich gleich zu Beginn feststellen, dass es einen großen Unterschied macht, ob man etwa für einen multinationalen Konzern designt oder für das neu gegründete Ein-Personen-Unternehmen aus der Nachbarschaft. Der Unterschied liegt nicht etwa in der zu liefernden Qualität, denn die ist hoffentlich bei beiden einwandfrei, sondern im Umfeld, in dem sich die Kunden normalerweise Bewegen.

Große Unternehmen haben in der Regel Daten zur Verfügung, welche Klein- oder Kleinstunternehmen nur selten besitzen.

Dabei geht es zumeist darum, dass Marktforschung intensiv betrieben wurde, und daher sehr genau gewusst wird, wie potentielle Kunden auf was ansprechen und daher auch das Briefing entsprechend ausfällt.

Glauben heißt nicht Wissen!

Und das Briefing ist – wie schon in Blog Nr. 4 beschrieben – einer der essentiellen Punkte. Das gefährliche im Designprozess ist nun der Fakt, dass auf Grund fehlender Daten sehr oft kundenseitig mit Annahmen hantiert wird, die sich bei genauerer Betrachtung nicht beweisen lassen. Daraus resultiert dann leider oft, dass Grafiker beginnen selbst zu recherchieren, was prinzipiell kein schlechter Ansatz ist. Nur gehen sie zumeist genauso vor wie ihre Auftraggeber: sie hören sich in ihrem Umfeld um!

Und da liegt das Problem: Anstatt repräsentativer Daten erhält man nämlich nur Aussagen, die man quasi selbst manipuliert hat.

Denn ich kenne keinen Freelancer, der die Ressourcen hätte, das empirisch richtig zu machen. Und Kunden, die ein Budget von teilweise gerade mal wenigen hundert Euro für die Erstellung eines Logos haben, haben diese Ressourcen naturgemäß auch nicht.

 

Das Resultat ist dann zumeist Unzufriedenheit auf beiden Seiten. Auf Grund der Tatsache, dass die kundenseitigen Annahmen nicht greifen, macht der Grafiker etwas, von dem er glaubt, dass es richtig wäre. Glauben heißt aber nicht zu wissen!

Das Ergebnis spiegelt dann nicht die Vorstellung des Kunden wider. Was widerum zur Folge hat, dass etwas passiert, was in der Kreativbranche gerne „Überzeugungsarbeit“ genannt wird. Anders ausgedrückt, der Grafiker versucht dem Kunden sein Werk schmackhaft zu machen, weil er ja guten Glaubens ist, dass er tatsächlich das Beste für diesen designt hat! Und dann kommt sehr oft das Totschlagargument: „Es soll ja auch deine Kunden ansprechen, nicht nur dich!“ Das kann ja kein Kunde widerlegen, weils wahr ist.

Nur stimmts hier nicht, weil ein Grafiker ja gar nicht sagen kann, warum seine Annahme jetzt besser sein soll als die zuvor widerlegten des Kunden.

Die Tatsache, dass ich als Grafiker die Vorgabe des Kunden als unrichtig erkannt habe, heißt nicht im Umkehrschluss, dass meine Annahmen richtig sind!

Kreative sind KEINE Marktforscher!

Es geht also vor allem darum, rechtzeitig zu erkennen, wann es Zeit ist, mit dem Kunden Rücksprache zu halten. Es ist nicht die Aufgabe des Kreativen, Marktforschung zu betreiben!

Wer seinem Kunden – und nochmals, wir sprechen hier von Klein- und Kleinstunternehmen – wirklich einen Gefallen tun will, der lässt sich nicht nur wie im Blog 4 beschrieben, ein umfangreiches Briefing geben, sondern „zwingt“ den Auftraggeber auch, eine sehr detaillierte Persona seines Zielkunden abzugeben. Denn ist es unabdingbar, seinem Kunden mitzuteilen, dass es für den kreativen Output essentiell ist, genau zu wissen, wen er anspricht – die sogenannte Zielgruppe. Der titelgebende Ausspruch dieses Blogs bezieht sich also nicht nur auf die grafische Arbeit und somit den Grafiker selbst, sondern vor allem auch auf den Kunden!

Dieser muss wissen, dass nicht er es ist, für den das Design entsteht.

Sondern sein Unternehmen oder – im Falle eines Einzelunternehmers – sein Unternehmer-Ich.

Fazit

  • Wenn Kunden zufriedenstellende und vor allem richtiges Design von ihren Kreativen wollen, sollten sie sich auch entsprechend vorbereiten und ihren Teil der Arbeit – die „Marktforschung“ – erledigt haben, und beim Briefing entsprechend mitteilen.
  • Wenn Grafiker und Kreative zufriedene Kunden haben wollen – und das sollte eines der Hauptziele sein! – dann müssen sie auch wissen welche Fragen sie zu stellen haben und was sie denn überhaupt an Informationen brauchen, um richtiges Design zu kreieren.
  • Gute Kreativschaffende und Agenturen haben entsprechend umfangreiche Briefingunterlagen vorbereitet. Auch, oder sogar in erster Linie, für Auftraggeber mit geringem Budget.
  • Und letztere sollten sich klarmachen, dass auch sie sich entsprechend Zeit nehmen müssen, um alle aufkommenden Fragen im Vorfeld beantworten zu können.

 Im nächsten Blog widmen wir uns den Grundlagen der Typographie: „Von Hurenkindern und Schusterjungen“ – und keine Sorge, es bleibt alles jugendfrei!

 

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/*]]>*/ Wed, 03 Apr 2019 13:34:38 +0200 https://www.quickdraw.at/2019/03/25/rules-of-design-vol-5-sch%C3%B6n-oder-richtig-um-was-geht-s-im-design-wirklich/ https://www.quickdraw.at/2019/03/25/rules-of-design-vol-5-sch%C3%B6n-oder-richtig-um-was-geht-s-im-design-wirklich/

Wie richtiges Design entsteht

Bild zeigt die Typographie von Richtig oder Falsch
Designerregel Nummer 5: Es geht nicht um schön oder unschön, es geht um richtig oder falsch!

Gute Designer wissen, dass es einen erheblichen Unterschied gibt zwischen dem, was der Kunde will, und dem, was der Kunde tatsächlich braucht. Denn allzu oft möchte der Auftraggeber etwas Schönes, nur selten aber verlangt er etwas Richtiges.

Nach dem Briefing ist vor dem Briefing

Nachdem ich in den ersten drei Blogs der Rules-of-Design-Serie die philosophischen Grundpfeiler „Form follows Function“, „KISS“ und „Less is More“ beschrieben habe, und im letzten Blog erklärt habe, um was es in einem guten Briefing geht, kommt heute zwangsläufig ein Thema zur Sprache, das sich aus dem Briefing heraus ergibt. Nämlich warum man nicht darüber diskutieren soll, ob ein Design schön oder unschön ist, sondern nur, ob es richtig oder falsch ist.

 

In der Designer-Praxis ist es häufig so, dass man sich zum Besprechen eines umzusetzenden Projektes persönlich trifft. Zum sogenannten Briefing. Wie, und vor allem was ein gutes Briefing beinhaltet, gab es im letzten Blog zu lesen. Trotzdem lohnt sich ein tiefergehender Blick in die Materie, da es gerade bei diesen Gesprächen oft sehr viel Aufklärungsbedarf in Richtung der gestalterischen Arbeit seitens des Designers gibt.

Schön vs. Richtig – die Umsetzung in der Praxis

Gehen wir in einem Beispiel davon aus, dass ein Kleinunternehmen einen neuen visuellen Auftritt benötigt. Das sogenannte Corporate Design. Neben den klassischen Angaben wird man seinen Auftraggeber irgendwann auch die Frage stellen, ob er eine Vorstellung davon hat, wie das neue Corporate Design – insbesondere wahrscheinlich das Logo – denn aussehen soll. Meine Erfahrung zeigt, dass maximal einer aus zehn Personen, eine ganz konkrete Ahnung davon hat, wo es hingehen muss (und das Wort „müssen“ ist in diesem Zusammenhang essentiell!). Zumeist kommen aber eher vage Antworten.

 

„Ich wünsch’ mir etwas Schönes!“ – das ist die gängige Standardantwort auf die zuvor gestellte Frage. Und sie lässt jedem Designer die Nackenhaare aufstehen. Denn wie soll ich schaffen, etwas „Schönes“ zu machen? Gehen wir einen Schritt weiter und nehmen an, der Auftraggeber weiß sogar, was er als schön empfindet (kommt real schon selten genug vor). Und auf dieser Basis kreiert der Designer nun das Logo. Schön rund und schön rot und schön serifenlose Schrift. Dann zeigt der Kunde das zuhause her. Dem Ehemann, der Freundin und vielleicht sogar am Stammtisch den Kollegen aus der Kartenrunde. Und zwei Tage später steht besagter Kunde dann im Zuge der Feedback-Schleife auf der Matte und man bekommt folgende Sätze zu hören: „Kann man das eventuell auch mal in grün probieren. Und nicht ganz so rund, vielleicht sogar eckig aber mit runden Ecken. Und eigentlich etwas verspielter in der Schrift, aber halt doch irgendwie seriös soll’s schon sein. Also eigentlich wie jetzt, nur halt schön.“

Wer als Designer zulässt, dass es zu dieser Art von Kommunikation kommt, hat verloren. Und den Kunden schlecht beraten!

Also erstmal STOP – und nochmal zurück zum Anfang

Also nochmal zurück zum Start und kurz analysiert, was man hätte anders machen sollen.

  • Zu allererst muss klar kommuniziert werden, dass Schönheit ausschließlich im Auge des Betrachters liegt, und dass Schönheit – und noch viel mehr das „Gefallen“ – nichts darüber aussagt, ob die zu liefernde Arbeit gut oder schlecht ist.
  • Grafiker und Designer sollten sich nicht als Künstler begreifen, sondern als Dienstleister.
  • Designer gestalten Produkte – ob Logo, Magazin, Website oder Stuhl ist dabei unerheblich.
  • Auf was es ankommt ist die Funktion und Funktionalität des Designs.

Es gilt also in erster Linie den Kunden davon zu überzeugen, dass man etwas designen wird, was ihm dabei hilft, seinen Job gut zu machen, seine Dienstleistung besser zu verkaufen oder sein Produkt am Markt zu positionieren. Und das hängt nicht unbedingt davon ab, ob die Stammtischbrüder und -schwestern das jetzt grade schön finden, sondern ob es das richtige Mittel für den zu erfüllenden Zweck ist!

 

Denn es geht im Gebrauchsdesign – und davon reden wir hier, alles andere fällt unter die Kategorie Kunst – nie darum ob etwas schön oder nicht schön ist, sondern ob es richtig oder falsch ist. Für einen Designer ist es mit den richtigen Informationen eigentlich kein Problem, das Richtige zu designen.

Und zu guter Letzt sei noch etwas angemerkt, das aus meiner Sicht das Ganze wirklich spannend macht:

 

Wenn ich als Designer die Möglichkeit bekomme, etwas „Richtiges“ zu machen, ist es in der Regel automatisch schön! Denn wenn etwas stimmig ist, sich harmonisch in seiner Funktion in die erforderlichen Gegebenheiten einfügt, wird es von Menschen auch als schön wahrgenommen!

Fazit

Als Designer hat man die Pflicht, seinem Auftraggeber das für ihn beste Produkt zu liefern.

Dieser Pflicht kann man nur nachkommen, wenn der Designer als kompetenter Partner wahrgenommen wird, und man seinem professionellen Wissen vertraut.

Und Vertrauen generiert man vor allem dadurch, dass man von Anfang an offen und klar darlegt, wie der Designprozess abläuft und auf welchen Grundlagen er beruht.

 Im nächsten Blog – bereits der sechste Teil der Serie! – geht’s dann genau um diese Grundlagen und den Grundsatz: „Designe niemals für dich selbst.“

 

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/*]]>*/ Mon, 25 Mar 2019 09:19:00 +0100 https://www.quickdraw.at/2019/03/21/rules-of-design-vol-4-das-richtige-briefing/ https://www.quickdraw.at/2019/03/21/rules-of-design-vol-4-das-richtige-briefing/

Wissen, was die kunden wollen

Bild zeigt die Typographie von Lies das Briefing
Designerregel Nummer 4: Lies das Briefing

Wow – zuerst so philosophische Dinge wie „Form follows Function“ oder „Weniger ist mehr“, und dann kommt ein Spruch fürs Phrasenschwein?

Naja, ganz ehrlich gesagt – nach fast 25 Jahren in der Branche kann ich behaupten, dass Briefings noch immer eines der am meisten unterschätzten Tools für gutes Design sind. Und zwar sowohl von  Kundenseite aus betrachtet, als auch aus Designersicht. Das muss aber nicht so bleiben. Denn ein gutes Briefing abzuliefern ist keine Raketenwissenschaft, und auch von Klein- oder Einzelunternehmen problemlos machbar. Wenn man sich an ein paar Grundregeln hält.

Militärischer Ursprung

Wie immer möchte ich aber zuerst einen kurzen Überblick geben, woher das Wort Briefing kommt. Dass es sich um einen sogenannten Anglizismus handelt, ist ja wohl unüberhörbar (englisch „brief“ = „kurz“). Das Wort „briefing“ kommt aus dem Militärjargon und entspricht in etwa der täglichen Befehlsausgabe, wie sie auch in unserem Bundesheer praktiziert wird. Für alle, die, aus welchem Grund auch immer, dem Bundesheer fern bleiben durften, kurz erklärt: Bei der Befehlsausgabe am Morgen erklärt der Kompaniekommandant den Rekruten, was während des Tages zu tun ist.

Ein Kundenbriefing ist im Grunde etwas sehr Ähnliches – der Kunde sagt dem Designer was er gerne hätte, und der Designer setzt das um. Mit einem kleinen, aber feinen Unterschied zum Militär: Ein Designer darf dagegenreden. Und muss dies auch!

Wollen und Brauchen sind zwei Paar Schuhe

Nun aber zurück zur Regel „Lies‘ das Briefing“. Fast immer, wenn ich das als Grundregel definiere, ernte ich ein mildes Lächeln, welches wohl Ausdruck dafür sein soll, dass das eh jeder tut. Und ja, das glaube ich sogar! Das Problem ist nur, dass lesen nicht immer genug ist. Denn ein Briefing muss nicht nur gelesen, sondern auch verstanden werden. Und da kann ich mit Sicherheit behaupten, dass dies überhaupt nicht immer der Fall ist. Und das Problem liegt nicht etwa darin, dass der Kunde nicht weiß was er will, sondern beinahe immer daran, dass Designer nicht gut genug fragen, um herauszufinden, was der Kunde wirklich braucht!

Denn zwischen etwas wollen und etwas wirklich brauchen liegen Welten. Zumindest designtechnisch.

Klarerweise macht es einen Unterschied, ob ich für einen langjährigen Kunden mal schnell einen kleinen Folder gestalten soll, oder ob für einen Neukunden ein Corporate Design geschaffen werden muss. Das Briefing für ersteres wird sich vermutlich in einem dreiminütigen Telefonat erledigen lassen. Für zweiteres wird es aber mehr brauchen. Gerade kleine Unternehmen (auch und v.a. EPUs) sind aber in ihren Angaben darüber, was wirklich gestaltet werden soll, oft nicht sehr eindeutig. Was schlicht daran liegt, dass sehr oft auch die eigentliche Firmen-DNA, die sogenannte Corporate Identity, nicht wirklich definiert wurde. Und genau deshalb ist es wichtig, dass Agenturen, selbständige Grafikdesigner oder Freelancer die richtigen Fragen stellen. Für Neukunden haben wir z.B. einen umfangreichen Fragebogen entwickelt, der auf 16 (!) Seiten viel Aufschluss über den Kunden gibt. Angefangen von der Abfrage von Basisdaten wie der Rechtsform, über die Konkurrenzsituation und Vertriebskanäle, bis hin zur Zielgruppe und den gewünschten Designs. Dafür stellen wir mitunter schon mal Fragen, die im ersten Moment Kopfschütteln auslösen, da sie durchaus philosophischer Natur sind. Nicht jeder kann sich auf Anhieb vorstellen, wie sein Unternehmen als Gemälde aussehen würde.

Bestandteile eines guten Briefings

Ein gutes Kundenbriefing teilt sich also im Grunde in drei Bereiche auf:

  • Basisdaten des Kunden: Also wer ist mein Auftraggeber und Ansprechpartner?
    Rechtsform, Kontaktdaten, beteiligte Personen etc.
  • Informationen über den Auftraggeber & Markt
    Zielgruppen, Markt, Mitbewerber, Stärken-Schwächen-Profil etc.
  • Informationen über die zu leistende Arbeit
    Welche Designs für welchen Zweck in welcher Zeit zu welchem Preis

Wichtig ist außerdem, dass das Briefing – vor allem die ausgemachten Leistungen – verschriftlicht wird, um auch klar zu stellen, was vereinbart wurde und was nicht. Das hilft beiden Seiten später dabei, unnötige Fragen zu vermeiden. Grundsätzlich lohnt es sich aber, lieber ein paar Fragen zu viel zu stellen als zu wenig. Und wichtig ist auch, schon in einem ersten Telefonat darauf hinzuweisen, dass ein ausführliches Briefing im Vorfeld – welches für den Kunden durchaus zeitaufwendig sein kann – im Nachhinein viel Zeit, und damit Geld, spart. Außerdem gibt’s nichts schlimmeres, als während des Designprozesses drauf zu kommen, dass das, was man grade macht, eigentlich nicht ideal für den Kunden ist. Also wirklich lieber die Zeit am Anfang investieren, und das Briefing vernünftig abwickeln, als hinterher mühsam und umständlich nachzubessern.

 

Von vielen Kollegen höre ich immer wieder, dass sie die Briefings möglichst kurz und allgemein halten, weil sie diese Zeit ja nicht in Rechnung stellen können. Ich halte das für eine schlechte Lösung. Und es kommt ja eben auch immer auf das Gesamtvolumen eines Auftrages an. Wenn ein Kunde mit einem einmaligen € 500-Auftrag kommt, ist es klar, dass ich ihm um diesen Preis nicht ein Briefing über eine Stunde mitanbieten kann. Aber ich kann einen Fragenkatalog vorbereiten, den er mir ausgefüllt übermittelt und auf dessen Basis ich in der Lage bin, das geforderte Design zu liefern.

Geht es dagegen um einen großen Auftrag, oder um ein Jahresbudget, dann muss natürlich auch die Zeit für ein ausführliches Briefing zur Verfügung stehen.

Fazit

  • Inhaltlich gut durchdachte, gut vorbereitete und gut abgehaltene Briefings sind sowohl für den Kunden als auch die beteiligten Kreativen von Vorteil.
  • Sie sparen auf beiden Seiten Kosten und der kreative Output ist ebenfalls besser.
  • Zum Briefing sollten sowohl Auftraggeber als auch -nehmer mit einem Fragenkatalog kommen, welche während des Briefings beantwortet werden können.
  • Briefings sollten unbedingt schriftlich festgehalten werden, inkl. der genau definierten Leistungen und eines Zeitrahmens.

 

Wenn das eingehalten wird, steht einer guten Partnerschaft eigentlich nichts mehr im Wege.

Im fünften Teil der Serie geht es dann um den Unterschied zwischen Schön und  Unschön vs. Richtig oder Falschfalls Sie regelmäßig darüber informiert werden wollen, wenn wir mal wieder was zu sagen haben, melden Sie sich doch einfach für unseren Newsletter an. Und ganz ehrlich – Sie bekommen höchstens ein mal im Monat ein Mail von uns!


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Sascha Ladurner ist bekennender Grafik-Nerd. Er ist außerdem selbsternannter Fußballprofessor.

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/*]]>*/ Thu, 21 Mar 2019 21:42:00 +0100 https://www.quickdraw.at/2019/03/18/rules-of-design-vol-2-das-kiss-prinzip/ https://www.quickdraw.at/2019/03/18/rules-of-design-vol-2-das-kiss-prinzip/

Less is more

Bild zeigt die Typographie von Less is more
Designerregel Nummer 3: Less is more

Weniger ist Mehr

Nachdem wir nun in den ersten beiden Folgen der Designer-Regeln-Serie bereits über „Form follows function“ und das KISS-Prinzip gesprochen haben, kommt in der dritten Folge, als letzte der drei Grundprinzipien für Designer ,die Aussage „Less is more“ (Weniger ist mehr) zu Ehren.

Ein kurzer Blick zurück

Auch wenn man dieses "Weniger ist mehr" für eine eher allgemeine Aussage halten mag, es gibt auch dazu erst mal einen kurzen historischen Abriss:

Ein Schöpfer dieses „Zitates“, so man es als solches überhaupt bezeichnen kann, ist tatsächlich nicht unmittelbar auszumachen. Allerdings schreibt der deutsche Dichter Christoph Martin Wieland in seinem Gedicht Neujahrswunsch* aus 1744 folgende Zeilen zum Schluss:

 

Ein guter Weg ist einen Umweg werth,

Und minder ist oft mehr, wie Lessings Prinz uns lehrt.

 

Weswegen er oft gerne als Urheber dieser Aussage geltend gemacht wird. Die englische Formulierung „Less is more“ taucht verbrieft erstmals im Gedicht „Andrea del Sarto“ des englischen Dramatikers Robert Browning* von 1855 auf.

Wirklich populär wurde die Aussage dann Anfang des 20. Jahrhunderts. Vor allem der deutsch-amerikanische Architekt Ludwig Mies van der Rohe*, eine der führenden Persönlichkeiten der sogenannten Minimalisten, trug zur Verbreitung dieses geflügelten Wortes in der Designer-Landschaft bei. Und spätestens seit dieser Zeit gilt „Weniger ist mehr“ auch als einer der Grundpfeiler guten Designs.

Entscheidend ist der Kontext

Aber wie so oft, muss man pauschale Aussagen wie eben "Less is more" erst in einen Kontext setzen, damit sie Sinn ergeben, speziell wenn wir über Design sprechen. Dabei darf außerdem nicht vergessen werden, dass speziell diese Aussage im Design sich nicht nur auf die gestalterische Ebene beziehen kann, sondern in einer zweiten auch den Faktor Zeit miteinbezieht!

 

Nun aber erst mal der Reihe nach: Wie schon im KISS-Prinzip beschrieben, lebt gutes Design von der Einfachheit der Dinge. Aber selbstverständlich soll und darf das nicht dahingehend interpretiert werden, dass alles auf ein mindestmögliches Maß minimalisiert werden soll, sondern, dass es Anwendern von Design einfach möglich sein muss, die Funktion des designten Produktes – ob digital, gedruckt oder physisch – zu erkennen. Sie sehen schon, wir sprechen da wieder Themen an, die wir bereits zweimal abgehandelt haben – was schlicht daran liegt, dass diese Regeln ein gemeinsames „Triumvirat“ des Designs bilden, und ineinandergreifen. Und dass zwar jede Regel für sich alleine stehen kann, sie sich aber auch teilweise inhaltlich überschneiden.

Der kleine Prinz und Design

Wie man die Aussage des „Weniger ist mehr“ auf die reale Designerarbeit übertragen kann, hat uns Antoine de Saint-Exupéry – Autor von „Der kleine Prinz“ – in einem seiner berühmtesten Zitate erklärt:

 

„Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn man nichts mehr hinzufügen, sondern nichts mehr weglassen kann.“**

 

Es bedeutet also in der Praxis, dass man seine Arbeit immer vom Gesichtspunkt aus betrachten sollte, ob es noch möglich ist, sie noch einfacher und reduzierter zu gestalten. Wer zum Beispiel eine Bedienungsanleitung für ein technisches Gerät texten muss, sollte auf reduzierte, einfach verständliche, aber sachlich richtige Textbausteine achten, und nicht einen Roman mit unverständlichen Schachtelsätzen produzieren.

Dabei liegt der Fokus ganz klar auf den Merkmalen „verständlich“ und „sachlich richtig“!

Das heißt aber natürlich nicht, dass man nur der Einfachheit halber z. B. einen wichtigen Fakt zur Inbetriebnahme des Gerätes weglassen darf.

„Weniger ist mehr“ bedeutet also auch immer: „So einfach wie möglich, aber so komplex wie nötig!"

Der Faktor Zeit im Design

Und dann kommt wie schon angekündigt auch noch eine zeitliche Komponente ins Spiel, die speziell auf diese Aussage zutrifft.

Dabei geht es schlicht darum, dass Weniger – also die Reduktion auf das Wesentliche – nur durch ein Mehr an Zeitaufwand ermöglicht werden kann.

 

Um beim Textbeispiel zu bleiben: Ein Erstentwurf muss immer noch einmal redigiert werden, um als besserer Text zu bestehen. Und je mehr ich diesen Text trotz sachlicher Richtigkeit und gleichbleibenden Inhalt verkürzen möchte, desto öfter muss dieser Vorgang wiederholt werden. Bis der Endzweck – maximale Reduktion bei gleichbleibender Verständlichkeit – erreicht ist. Und eben das kostet Zeit. Und diese muss einkalkuliert werden. Und zwar sowohl zeitlich als auch monetär im veranschlagten Budget. Gerade hier werden sehr oft von unerfahrenen Designern Fehler gemacht, mit unangenehmen Folgen für Designer UND Kunden. Denn entweder bekommt der Kunde nicht die bestmögliche Lösung („… wir haben nur zwei Korrekturschleifen vereinbart …“), und muss zusätzlich Geld in die Hand nehmen („… und jede weitere Anpassung koste € XXX,– …“). Oder – und das ist erfahrungsgemäß die verbreitetere Lösung – der Designer muss auf seine Kosten nachbessern und reduziert dadurch sein Honorar.

Und deshalb ist dieser Punkt auch tatsächlich einer der wenigen, bei dem die Regel „Mehr ist mehr“ greift: Nämlich mehr Aufklärung im Vorfeld bringt mehr Ertrag für Kunden und Agentur! Aber dieses Thema beleuchten wir dann in unserem nächsten Blog genauer ;-)

Im vierten Teil der Serie geht es dann ums richtige Briefingfalls Sie regelmäßig darüber informiert werden wollen, wenn wir mal wieder was zu sagen haben, melden Sie sich doch einfach für unseren Newsletter an. Und ganz ehrlich – Sie bekommen höchstens ein mal im Monat ein Mail von uns!


Über den Autor:

Sascha Ladurner ist bekennender Grafik-Nerd. Er ist außerdem selbsternannter Fußballprofessor.

Beruflich beschäftigt er sich mit Werbung und Design und berät Unternehmen über die vielfältigen Möglichkeiten des Werbeuniversums.

Er klettert leidenschaftlich gerne, hört Iggy Pop und leidet mit Wacker Innsbruck.

Kontakt: office@quickdraw.at

*Weiterführende Quellen:

Neujahrswunsch. in: Der Teutsche Merkur vom Jahr 1774. Fünfter Band. Hoffmanns Verlag, Weimar 1774

Robert Browning: https://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Browning

Ludwig Mies van der Rohe: https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Mies_van_der_Rohe

**Das Zitat erschien im Buch "Wind, Sand und Sterne von 1939 – Original. franz.: "Il semble que la perfection soit atteinte non quand il n'y a plus rien à ajouter, mais quand il n'y a plus rien à retrancher." - Terre des Hommes, III: L'Avion, p. 60 (1939)



/*]]>*/ Mon, 18 Mar 2019 20:56:49 +0100 https://www.quickdraw.at/2019/03/13/das-kiss-prinzip/ https://www.quickdraw.at/2019/03/13/das-kiss-prinzip/

Etwas Einfach zu machen ist ganz schön schwer

Bild zeigt die Typographie von KISS
Designerregel Nummer 2: KISS

Nachdem ich im letzten Blog das „Form follows Function“-Prinzip erklärt habe, geht es diesmal um eine weitere Grundregel beim Designen. Das KISS-Prinzip*.

Und nein, wir reden hier natürlich nicht vom küssen ;-)

Zuerst wieder ein kurzer historischer Überblick

Angeblich hat der amerikanische Ingenieur Clarence Leonard Johnson dieses Apronym* in den Fünfzigern geprägt. Er stellte einer Gruppe von Technikern an seiner Wirkungsstätte, dem Flugzeugbauer Lockheed, die Aufgabe, ein neues Düsentriebwerk zu entwickeln. Dazu gab er ihnen eine Handvoll Werkzeuge und stellte die Bedingung, dass dieses Triebwerk mit nur diesen Werkzeugen zu reparieren sein muss, um Piloten im Kriegseinsatz eine einfache Reparatur zu garantieren.

Als Designprinzip beschreibt KISS also eine möglichst einfache, minimalistische und leicht verständliche Lösung eines Problems.

Wofür steht KISS eigentlich?

In der ursprünglichen Variante steht es für „Keep it simple (and) stupid“, was so viel heißt wie „Mach es einfach und verständlich“. In der Zwischenzeit wird es aber auch abgewandelt verwendet als „Keep it simple and smart“ (Mach es einfach und schlau), „Keep it short and simple“ (Mach es kurz und einfach – v.a. im Marketing angewendet) oder „Keep it simple and straightforward“ (Mach es einfach und überschaubar).

In Bezug auf Design gilt aber zumeist die Ursprungsform von „Einfach und Verständlich“ als die zu erlangende Prämisse.

Wie funktioniert KISS in der Design-Praxis?

Kurz gesagt: Gestalten Sie nichts, was keinen Sinn hat.

 

Wenn Sie einen Webshop designen, führen Sie den Kunden auf schnellstmöglichen Weg vom Eintritt zum Kauf und dann zur Kassa. Ohne Umwege. Dann schaffen Sie den bestmöglichen Effekt für Ihren Kunden.

Beim UX- Design (der Fachbegriff für „User Experience“, also das, was der Anwender auf der Website erlebt) geht es in diesem Fall eben genau darum, Kunden des Shops mit möglichst wenigen Klicks auf einem logischen Weg durch den virtuellen Verkaufsraum hin zum bestätigten Kauf zu führen. Dabei ist  zu beachten, dass Kunden möglichst wenig durch Pop-ups, verwirrendes Design oder irgendwelchen blinkenden Firlefanz von seinem Vorhaben – dem Kauf eines Produktes – abgelenkt werden. Und am Ende muss selbstverständlich darauf bedacht genommen werden, dass die eigentliche Kaufabwicklung, a.k.a. Bezahlung, ebenfalls möglichst einfach und unkompliziert abläuft!

 

Aber auch im klassischen Printdesign gilt es, das KISS-Prinzip einzuhalten. Angenommen, es gilt ein Inserat mit Produktvorteilen zu gestalten. Dann ist es wichtig, diese kurz und knackig zu präsentieren und in wenigen Worten zu erklären, wo Vorteile und Nutzen des Produktes liegen. Es gibt unter Designern den geflügelten Satz: „Perfekt ist es nicht, wenn man nichts mehr hinzufügen kann, sondern wenn nichts mehr da ist, was man wegnehmen kann!“*

Und dieser Satz bringt’s ziemlich genau auf den Punkt. Gut ist Design erst dann, wenn alles Unnütze eliminiert, und das gestaltete Produkt auf das Wesentliche reduziert wurde.

Das gilt – im Gegensatz zur Literatur – auch für Werbetexte. Gute Copywriter (so werden Texter gern genannt) wissen das. Kunden leider oft nicht. Was in der Praxis dann oft zur Folge hat, dass es halbherzige Kompromisse gibt.

FAZIT

Stellen Sie sich immer die Frage, ob es mit weniger auch noch gleich gut (oder sogar besser?) geht.

Weniger Worte, weniger Klicks, weniger grafische Elemente.

 

Reduzieren Sie keinesfalls nur um der Reduktion willen! Die Verständlichkeit eines Designproduktes (ob Website, Möbel oder Printmagazin spielt dabei keine Rolle) muss gegeben bleiben.

ABER: Entfernen Sie wirklich alles, was nicht unbedingt sein muss!

 

Gerade in Zusammenhang mit dem KISS-Prinzip lohnt es sich also, den mühsamen Kampf mit seinem Auftraggeber einzugehen und (teilweise harte) Überzeugungsarbeit zu leisten. Denn das Ergebnis ist zumeist um ein Vielfaches besser, als wenn man hier zu schnell nachgibt.

 

Denn nicht nur guten Freunden gibt man ein Küsschen, sondern mitunter auch seinen Kunden ;-)

 

Im dritten Teil der Serie geht es dann um die Aussage „Weniger ist mehr – falls Sie regelmäßig darüber informiert werden wollen, wenn wir mal wieder was zu sagen haben, melden Sie sich doch einfach für unseren Newsletter an. Und ganz ehrlich – Sie bekommen höchstens ein mal im Monat ein Mail von uns!


Über den Autor:

Sascha Ladurner ist bekennender Grafik-Nerd. Er ist außerdem selbsternannter Fußballprofessor.

Beruflich beschäftigt er sich mit Werbung und Design und berät Unternehmen über die vielfältigen Möglichkeiten des Werbeuniversums.

Er klettert leidenschaftlich gerne, hört Iggy Pop und leidet mit Wacker Innsbruck.

Kontakt: office@quickdraw.at


/*]]>*/ Thu, 14 Mar 2019 14:00:00 +0100 https://www.quickdraw.at/2019/03/11/rules-of-design-vol-1-form-follows-function/ https://www.quickdraw.at/2019/03/11/rules-of-design-vol-1-form-follows-function/

Form Follows Function

Bild zeigt die Typographie von Form follows Function
Designerregel Nummer 1: Form follows Function

In den folgenden Wochen möchte ich auf einige der wichtigsten Regeln für Designer näher eingehen. Dabei ist mir aber wichtig, dass es eben nicht nur für Profis verständlich wird, sondern dass sich auch alle anderen Unternehmer, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen möchten oder vielleicht sogar müssen, ein Verständnis dafür bekommen, was gutes Design ausmacht.

 

Beginnen möchte ich mit einer – aus meiner Sicht – Grundregel jeden guten Designs:

FORM FOLLOWS FUNCTION!

Ein kurzer historischer Exkurs

Der Ausspruch selbst ist alles andere als neu – er taucht erstmals 1852 in Verbindung mit dem amerikanischen Bildhauer Horatio Greenough auf, und findet einige Jahre später in einem berühmten Aufsatz des ebenfalls amerikanischen Architekten Louis Sullivan Niederschlag. Sehr oft wird auch deswegen ihm dieses Zitat zugeschlagen. Im deutschsprachigen Raum wurde der Ausspruch vor allem durch die Protagonisten des Bauhaus bekannt.

Bedeutung

Was bedeutet aber nun genau die Aussage „Form follws function“?

Nichts anderes, als dass sich die Form eines Produktes (also die Gestaltung von Dingen) aus dem Nutzzweck (also der Funktion) ableiten lässt. Was umgekehrt auch bedeutet, dass sich aus der Form die Sinnhaftigkeit der Funktion ergibt. Das klingt jetzt erst einmal schwierig, lässt sich aber anhand einiger Beispiele gut erklären.

 

Denken wir zum Beispiel an jemanden, der gerade dabei ist ein Haus zu bauen. Will diese Person morgens von der Sonne aufgeweckt werden, dann muss er sein Schlafzimmer ostseitig planen. Die „Funktion“ der Morgensonne (geht im Osten auf) gibt die „Form“ des Hauses (Schlafzimmer ostseitig) vor.

 

Aber natürlich gilt diese Regel nicht nur in der Architektur, sondern in allen Bereichen des Designs. Egal ob Produktdesign, Print oder Digital Design (worunter auch Webdesign und Apps fallen) – überall findet „Form follows Function“ Anwendung.

Drei wiederkehrende Mißverständnisse

Dabei gilt es aber zu beachten, dass man nicht einigen Missverständnissen aufsitzt, welche sich sehr hartnäckig halten, und sogar von professionellen Designern oft fälschlicherweise kommuniziert werden.

Missverständnis 1: Funktion ist wichtiger als Form

Das erste große Missverständniss ist, dass diese Regel keinesfalls bedeutet, dass Funktion wichtiger als Form ist!

Richtig ist dagegen, dass sich Funktion und Form gleichberechtig gegenüberstehen.

 

Denn in der Form kommen – und das trifft insbesondere auf Print- und Digital Design zu – Eigenschaften zum Tragen, welche für den Erfolg mehr als erheblich sind. Durch die ästhetischen Aspekte eines Designs, also z.B. die Haptik des Papiers, oder die Bilder auf der Homepage, werden bereits Aufschlüsse über die Funktionsweise vermittelt. Die Ästhetik ist also ein nicht zu unterschätzendes (Stil)Mittel zur Erklärung der Funktion. Darüber hinaus beeinflusst das Aussehen natürlich sehr stark die Bewertung eines Produktes und dessen dem potentiellen Kunden bisher noch unbekannten Eigenschaften.

Dieser sogenannte Halo-Effekt besagt zum Beispiel, dass attraktive Menschen als erfolgreicher eingeschätzt werden als weniger attraktive. Zwar gibt es zum jetzigen Zeitpunkt keine aussagekräftigen Studien, dass dies bei User-Interfaces ebenfalls ein Kriterium ist, aber grundsätzlich ist davon auszugehen, dass attraktive – sprich richtig gestaltete – Designs als hochwertiger wahrgenommen werden, und dadurch auch das dargestellte Unternehmen kompetenter eingestuft wird.

Und selbstverständlich schürt Design auch Emotionen – und sind diese positiv, wirkt sich das mitunter auf das Verhalten ebenfalls positiv aus. Umgekehrt bedeutet das, wenn jemand z. B. auf ein schlecht und unattraktiv gestaltetes Webportal kommt, dies noch bevor es dort zu einer ersten Handlung kommt, als komplizierter eingestuft wird, als ein vergleichbares gut designtes Portal. Selbst wenn dann nur gleich viele Klicks notwendig sind um zum Ziel zu kommen, wird das schlecht designte Portal als komplizierter eingestuft. Die Ästhetik, und damit die Form, haben also direkten Einfluss auf das Verhalten von potentiellen Kunden.

 

Deshalb darf „Form follows Function“ keinesfalls dahingehend missinterpretiert werden,

rein funktionale, aber dafür ästhetisch schlecht ausgeführte Interfaces, Webdesigns oder Printprodukte zu rechtfertigen!

Missverständnis 2: Es gibt nur eine Funktion

Das zweite große Missverständnis lautet, dass es nur eine Funktion gibt!

 

Beinahe jedes Produkt oder jede Dienstleistung (auch diese müssen ja „designt“ werden!) erfüllt mehr als nur einen Zweck. Ein Teller hat zweifellos die Hauptfunktion, dass ich darauf Essen serviere und davon esse. Aber wenn der Teller Teil eines Services ist, welches ich in dritter Generation als Erbstück erhalten habe, dann sind damit auch ganz andere Funktionen wie z.B. die Erinnerungen an meine Oma, mein altes Zuhause oder meine Kindheit verbunden. Damit ist die Funktion nicht mehr eingeschränkt auf die ursprünglich angedachte. Funktionen können also nicht nur rationaler Art sein, sondern auch auf emotionaler Ebene passieren.

 

Es gilt also im Design immer auch zu hinterfragen, welche verschiedenen Funktionen hat ein Produkt oder eine Dienstleistung, und welche ist diejenige, auf die der Fokus gelegt werden soll!

Missverständnis 3: Es gibt nur eine Form

Und zu guter Letzt wird oft angenommen, dass es nur eine Form für die jeweilige Funktion gibt.

Das ist – unter den gleichen Gesichtspunkten wie vorher beschrieben – natürlich unrichtig.

 

Es gibt eben nicht nur technische Faktoren, die die Form beeinflussen (siehe: Morgensonne bedingt ostseitiges Schlafzimmer), sondern auch kulturelle und emotionale. Sitzgelegenheiten in Japan werden grundsätzlich anders designt als bei uns in Europa – das hat kulturelle Hintergründe. Auch Essstäbchen und unser Besteck dienen beide zur Nahrungsaufnahme, wurden aber komplett unterschiedlich designt.

 

Es ist also im Design auch immer zu bedenken, in welchen Kulturkreisen man sich bewegt und für welche Zielgruppen das Design gedacht ist. Denn dadurch entstehen auch unterschiedliche Formen für dieselben Funktionen.

Bedeutung in der Design-Praxis

Nun aber genug von der Theorie und ab in die Praxis. Was bedeutet dies nun für Designer in ihrer täglichen Arbeit – wie kann „Form follows Function“ im Designeralltag integriert und umgesetzt werden?

 

Als erstes sollte man sich damit auseinandersetzen, was die Hauptfunktion des Produktes ist. Wie weiter oben beschrieben haben ja beinahe jedes Produkt oder jede Dienstleistung mehr als eine Funktion. Und deshalb gilt es, mit dem Auftraggeber die Hauptfunktion festzulegen und sich auf diese als Designziel zu fokussieren. Eine Website z. B. ist nicht einfach eine Website. Es macht einen Unterschied, ob ich einen Web-Shop für selbstgemachte Marmelade designe, oder für ein Technologie-Start-Up eine Produktseite.

 

Alles Visuelle dient also dem Endzweck: der Sichtbarmachung des Hauptzwecks eines Produktes oder einer Dienstleistung.

Auch Farben spielen dabei eine wichtige Rolle. Will ich einen User darauf aufmerksam machen, dass er gerade einen Anwenderfehler macht, empfiehlt sich die Farbe Rot. Grün dagegen kann anzeigen, dass es im Ablauf weitergeht.

Auch sogenannte „visuelle Metaphern“ sind Stilmittel, um Funktionen zu erklären. Der Schreibtisch am Computer fällt unter diese Bezeichnung. Dort gibt es Ordner und Papierkorb – alles Dinge, die man aus der realen Bürowelt kennt und gewohnt ist. Dadurch werden die geforderten Handlungsabläufe selbsterklärend. In den Papierkorb gebe ich die Dateien, die ich nicht mehr brauche. Und die noch benötigten werden in einem Ordner abgelegt.

 

Designe ich Objekte mit „Affordance“ – der Fachbegriff zur Handlungsaufforderung – muss ich als Designer zusätzlich darauf achten, dass diese visuell möglichst wenig Missverständnisse aufkommen lassen.

Sagen wir zum besseren Verständnis einfach, der Auftrag lautet eine Schwingtüre zu designen, welche nur in eine Richtung geöffnet werden kann. Dann würde man im Idealfall an der Seite, auf der man die Türe ziehen muss einen großen Handgriff anbringen, auf der anderen Seite aber entweder gar nichts oder nur eine Leiste, die zum Drücken auffordert.

 

Und zu guter Letzt gilt es auch zu vermeiden, die Form aus der Hauptfunktion falsch abzuleiten. Dabei muss man aber beachten, dass Form nicht nur das räumliche Aussehen betrifft, sondern auch die Assoziationen, die man damit in Verbindung bringt.

Stellen Sie sich vor, Sie designen ein Messer. Sie entschließen sich, die Form dazu ganz klassisch zu gestalten, mit einem Griff und daran befestigter Klinge. Wenn Sie jetzt aber hergehen und die Klinge Rosarot mit hellblauen Tupfen bemalen, und den Griff violett einfärben, verliert das Messer optisch seine „Gefährlichkeit“ und mutiert zu einem Spielzeug, was für Kinder – und deren Eltern – möglicherweise fatale Folgen haben könnte.

Deshalb ist es besonders wichtig, dass das Gesamtbild ein stimmiges und schlüssiges ist.

FAZIT

Es kommt auf die Balance von Form und Funktion an.

Ein rein funktionales Design funktioniert genauso wenig, wie ein ästhetisch einwandfreies Design, welches die Funktion nicht preisgibt.

 

Gibt es nun eigentlich nichts, wo die Form tatsächlich eine größere Rolle spielt als die Funktion? Doch, natürlich: in der Kunst!

Designer sollten sich aber nicht für Künstler halten – zumindest nicht wenn sie im Auftrag von Kunden handeln

Im zweiten Teil der Serie möchte ich Ihnen das KISS-Prinzip näherbringen – falls Sie regelmäßig darüber informiert werden wollen, wenn wir mal wieder was zu sagen haben, melden Sie sich doch einfach für unseren Newsletter an. Und ganz ehrlich – Sie bekommen höchstens ein mal im Monat ein Mail von uns!


Über den Autor:

Sascha Ladurner ist bekennender Grafik-Nerd. Er ist außerdem selbsternannter Fußballprofessor.

Beruflich beschäftigt er sich mit Werbung und Design und berät Unternehmen über die vielfältigen Möglichkeiten des Werbeuniversums.

Er klettert leidenschaftlich gerne, hört Iggy Pop und leidet mit Wacker Innsbruck.

Kontakt: office@quickdraw.at

Historische Quellen:

1) McCarter, Robert: Frank Lloyd Wright. London 2010 (6. Auflage), S. 14. – in diesem Buch findet sich der Hinweis auf das Zitat von Horatio Greenough

2) The tall office building artistically considered, Lippincott’s Magazine, März 1896 – unter diesem link finden Sie den gesamten Aufsatz



/*]]>*/ Mon, 11 Mar 2019 11:20:27 +0100 https://www.quickdraw.at/2018/12/10/ein-schnauzbart-der-die-welt-ver%C3%A4nderte/ https://www.quickdraw.at/2018/12/10/ein-schnauzbart-der-die-welt-ver%C3%A4nderte/

Die Geschichte von einem ausgekochten Schlitzohr

Es war einmal eine Zeit, in der Schnauzer nicht nur im November getragen wurden, und in der Brustbehaarung selbst dann noch attraktiv war, wenn sie Fahrern spritfressender Sportcabrios aus offenen Polyesterhemden quoll. Es war überhaupt eine Zeit, als sich Männer noch nicht rituell Brust-, Achsel- und alle möglichen anderen Körperbehaarungen rasierten. Diese absurd abenteuerlich anmutende Epoche nennt man heute gern

„Die Siebziger“. Und die Siebziger waren auch die Zeit eines großen Leinwandhelden: Burt Reynolds.

 

In den Fünfzigern dagegen waren die Weichen noch nicht auf eine Schauspielkarriere gestellt. Damals sah es ganz danach aus, dass der 1931 geborene Sohn einer italienischstämmigen Mutter und eines irischstämmigen Polizeichefs aus Florida eine Karriere als Profifootballer einschlägt. Aber zum Glück für Hollywood hinderte eine Knieverletzung den talentierten Sportler daran, einen Profivertrag bei den Baltimore Colts zu unterschreiben. Stattdessen nahm er ein Stipendium für eine Schauspielausbildung in New York an – von wo er es über verschiedenste Fernseh- und Theaterrollen schließlich bis zum ausgekochten Schlitzohr brachte.

Mit Anfang 40 im besten Hollywoodalter, sah man ihn ab den frühen Siebzigern stets gutgelaunt, das Tempolimit konstant missachtend und im steten Kampf gegen korrupte Staatsgewalt auf der Leinwand. Zwischen 1978 und 1982 stieg Reynolds schließlich zum bestbezahlten Hollywoodstar auf. Dass er dabei nur mal kurz die Augenbrauen unter seinem lässig drapierten Cowboyhut nach oben ziehen musste, um damit reihenweise Frauenherzen zu brechen versteht sich fast schon von selbst.

Doch Mitte der Achtziger Jahre wirken die verschmitzten Haudegen, auf die Reynolds zugeschnitten ist, irgendwie aus der Zeit gefallen. Zwar bringt sein charmantes Lächeln auch weiterhin die Filmsets zum Schmelzen, allerdings nicht mehr in hochbezahlten Blockbustern, sondern in B-Movies. Aber das Ende der Karriere bedeutet es noch nicht. 1997 feiert er ein fulminantes Comeback in „Boogie Nights“ – als abgehalfterter Pornoproduzent. Ironischerweise spielt der Film ausgerechnet in den Siebzigern, dem Jahrzehnt seines schauspielerischen Höhenflugs. Und die Rolle bringt ihm auch seine einzige Oscarnominierung ein. Eine Belohnung für das dramatische Potential, welches in Reynolds steckt, wenn er sein Charisma nicht in den Mittelpunkt, sondern in den Dienst der Story stellt. Und wer weiß, was alles noch passiert wäre, hätter er den Oscar auch gewonnen. Vermutlich hat sich das auch Quentin Tarantino gedacht, als er Reynolds für seinen neuen Streifen „Once upon a time in Hollywood“ verpflichtet hatte. Es wäre ein furioses Finale einer grandiosen Karriere gewesen. Wäre, denn Reynolds hat den Drehbeginn nicht mehr erlebt. Er erlag den Folgen eines Herzinfarktes am 6. September 2018.

 

Warum wir das alles erzählen? Weil wir glauben, dass selbst bei denen, die dauernd in der Öffentlichkeit stehen, noch viel erzählenswertes im Verborgenen liegt. Egal ob Sportler, Filmstar oder Unternehmen.

 

Und wir helfen, auch Ihre Geschichten zu erzählen. Wir geben auch Ihrem Unternehmen genau den unverwechselbaren Auftritt, den es benötigt, um aus der Masse hervorzustechen und sich am Markt zu etablieren. Denn auch ein Unternehmerleben schreibt Geschichten. Und wem das nicht reicht, hat immer noch uns.

Burt Reynolds Infografik Poster Kostenlos bestellen

/*]]>*/ Mon, 10 Dec 2018 14:58:00 +0100 https://www.quickdraw.at/2018/12/06/the-wormhole-4k/ https://www.quickdraw.at/2018/12/06/the-wormhole-4k/

Ein architektonisches Kaleidoskop

Michael Shainblum ist nun wahrlich kein Unbekannter. Umso erstaunlicher, wie er es regelmäßig schafft, Videos zu produzieren, welche eine unglaubliche Faszination auf die Betrachter ausüben – so auch mit seinem neuesten Werk "The Wormhole".

Im Zeitraffersystem aufgenommen, und kaleiskophaft gespiegelt schafft er eine surreal Welt voll neuer Architektur. Gedreht wurde dafür in San Francisco und Los Angeles ebenso wie in Dubai, Doha, Singapur, Shanghai, Seattle und natürlich auch New York.

 

Die Idee selbst beschreibt Schainblum in seinem Blogbeitrag – das frühere Projekt "Mirror City" stand Pate.

/*]]>*/ Thu, 06 Dec 2018 14:52:45 +0100 https://www.quickdraw.at/2018/12/03/wie-lang-ist-deiner-also-blogartikel-mein-ich/ https://www.quickdraw.at/2018/12/03/wie-lang-ist-deiner-also-blogartikel-mein-ich/

Auf die Länge kommt es an

Keine Angst, das wird kein Blog über den Größenvergleich männlicher „Extremitäten“, sondern es hat tatsächlich etwas mit Geschichtenerzählen zu tun. Mit deren Länge nämlich. Und warum Blogbeiträge lang sein müssen. Aber müssen sie das überhaupt? Oder spielt die Länge eigentlich doch keine Rolle und alles läuft auf ganz was anderes heraus? Finden wir’s doch einfach raus!

Das klassische Vorurteil

Blog Länge Zeichenanzahl ideal
Noch immer gilt das alte Vorurteil, dass Länge ausschlaggebend ist

Also, wenn Sie nicht wirklich wissen, wie lange Ihr Blogartikel sein soll, werfen Sie doch einfach Google an und schauen mal, was rauskommt: 1.500 bis 2.500 Zeichen ist vermutlich das Ergebnis, das Sie bekommen. Das wären Daumen mal Pi rund sieben Minuten Lesezeit. Langer Content wird von Google also gut geranked. Es kann aber ruhig auch mehr sein, je länger, desto besser – denn so funktioniert der Algorithmus der beliebtesten Suchmaschine, und weil wir ja alle auf gutes SEO stehen, wollen wir das auch so machen. Zumindest wird das von SEO-Menschen meist so erklärt.

Tja, aber wie produziert man nun laufend solche Textmonster?

Ich verrate Ihnen jetzt ein Geheimnis: Das ist nicht die ganze Wahrheit!

 

Korrelation ungleich Kausation

 

Ja es stimmt, bei Suchanfragen finden sich lange Blogs zumeist ganz vorne. Aber nicht, weil sie lang sind, sondern, weil sie sehr gut sind!

Wenn ein Text gut recherchiert ist (was mitunter einige Stunden in Anspruch nehmen kann), flüssig geschrieben und dazu noch informativ und unterhaltsam ist, dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Leser* gern verweilen, den Text teilen und damit der Traffic und zwangsläufig auch das Ranking in den Suchmaschinen steigt.

Der Fokus muss also ganz klar auf der Qualität liegen, nicht auf Quantität! Oder um es mit den Worten des berühmten SEO-Blog-Gurus Tadeusz Szewczyk zu sagen: Wenn die Message „F*** YOU!“ lautet, sind mehr Worte nur verwässernd.

 

Und ja, auch kurze Texte – sogenannter „Snackable Content“ – kann erfolgreich sein. Darunter versteht man Mikro-Content wie z.B. Zitate, Infografiken oder Ankündigungen, gerne auch als Serien verpackt. Wir alle kennen solche Sachen als Zitat der Woche, Freebie-Tuesday oder ähnlichen Varianten.

 

Ob Sie nun aber auf epische Werke oder die schnelle Nummer stehen – wichtig ist wie gesagt die Qualität, aber auch die gesunde Mischung.

 

Lange Texte haben Vorteile, bringen aber auch Probleme mit sich. Sie sind aufwendig in der Recherche, ein hohes Textniveau ist langfristig schwierig zu halten, und nicht zuletzt ist auch der beste Text auf Mobilgeräten mühsam zu lesen und führt dort oft zum Abbruch.

Deshalb empfehlen wir jedenfalls eine Mischung aus kürzeren und langen Texten. Das macht es einfacher, die Qualität hoch zu halten, schafft sowohl am Desktop als auch mobil den Spagat zwischen unterschiedlichen Nutzungsgewohnheiten, und bindet damit auch die Zielgruppe längerfristig besser. Und schafft somit den gewünschten Mehrwert fürs Unternehmen.

 

Übrigens: Dieser Blog hat 2.931 Zeichen!


Weiterführende Quellen:

Tadeusz Szewczyk :

http://seo2.onreact.com/

In seinem Blog gibt Szewcyk zahlreiche Tipps rund ums Thema SEO und richtigen Aufbau einer Website

Über den Autor:

Sascha Ladurner ist bekennender Grafik-Nerd. Er ist außerdem selbsternannter Fußballprofessor.

Beruflich beschäftigt er sich mit Werbung und Design und berät Unternehmen über die vielfältigen Möglichkeiten des Werbeuniversums.

Er hört Iggy Pop und leidet mit Wacker Innsbruck.

 

Kontakt: sascha.ladurner@gmail.com


/*]]>*/ Mon, 03 Dec 2018 08:52:00 +0100 https://www.quickdraw.at/2018/11/26/interne-kommunikation-die-zielgruppe-mitarbeiter/ https://www.quickdraw.at/2018/11/26/interne-kommunikation-die-zielgruppe-mitarbeiter/

Zielgruppe Mitarbeiter

Interne Kommunikation und Employer Branding brauchen guten Content

Bei großen Konzernen schon längst Usus, wird es nun auch bei mittelständischen und kleinen Unternehmen mehr und mehr zur Regel, sich selbst eine Arbeitgebermarke zu verabreichen. Denn wer im Wettbewerb um die besten – oder besser gesagt: richtigen – Mitarbeiter steht, muss sich auch als Arbeitgeber klar und gut positionieren. Um als „Employer of Choice“ wahrgenommen zu werden, braucht es also ein klar definiertes, auf die Unternehmenswerte aufbauendes Employer Branding.

Zielgruppe Mitarbeiter interne Kommunikation
Interne Kommunikation hilft auch in der Außenwirkung. Foto: Envato Elements

Im eigenen Unternehmen heißt es also, die in der CI verankerten Werte,  Selbstverständnis und Kultur nicht nur zu erkennen, sondern auch glaubhaft nach außen zu tragen. Wie man das macht, zeigen z. B. die beiden Chemnitzer Unternehmen Nomos Glashütte und Staffbase vor. Das Software Start-Up Staffbase engagierte sich nach den rechten Ausschreitungen in Chemnitz in einer Initiative, die den Rechtsradikalen nicht unwidersprochen das Feld überlassen möchte. Der Uhrenhersteller Nomos Glashütte wiederum bietet Seminare für die Mitarbeiter an, damit diese lernen mit den Aussagen und Taten von Pegida und Rechten umzugehen, da das Unternehmen Rassismus als Risiko für das eigene Unternehmen einstuft.

 

Um ein solche Haltung aber in der Öffentlichkeit zu vertreten, braucht es unbedingt auch die Mitwirkung der Mitarbeiter. Denn diese reden selbstverständlich auch außerhalb des Betriebes über ihren Arbeitgeber, Arbeitsbedingungen und über angebotenen Dienstleistungen oder Produkte. Und damit dies im Interesse des Unternehmens passiert, braucht es auch eine vertrauensvoll nach innen gerichtete, glaubhafte und vor allem offene und ehrliche Kommunikation mit den Beschäftigten.

 

Nicht zuletzt deshalb gewinnt interne Kommunikation in Zukunft vermehrt an Bedeutung. Die eigenen Mitarbeiter spielen als authentisch wahrgenommene Unternehmensbotschafter eine immens wichtige Rolle für das Image jeder Firma, und beeinflussen damit wiederum stark das Recruiting und die Personalsuche.

 

Auch Praktikanten sollten in diesem Zusammenhang keinesfalls unterschätzt werden. Denn gerade diese bekommen im Zuge ihres Praktikums zumeist einen ungefilterten Blick aufs Innenleben des Unternehmens. Und hier, wie auch in allen anderen Situationen, wo es darum geht potentielle neue Mitarbeiter anzusprechen, wird interne zur externen Kommunikation. Denn niemand wirbt besser fürs eigene Unternehmen bei der Personalsuche als die eigenen Mitarbeiter.

 

Solche unmittelbaren, persönlichen Erlebnisse von potentiellen Bewerbern lassen sich eigentlich nicht mehr toppen. Aber trotzdem gibt es auch noch andere interne Kommunikationskanäle, die sich auch für außenstehende gut nutzen lassen.

Mitarbeiter-Magazine sind eine solche Sache – man erreicht einerseits damit Mitarbeiter, welche möglicherweise nicht über einen internen Computerarbeitsplatz verfügen, andererseits lassen sich viele Inhalte davon auch direkt zur Kommunikation mit Kunden und Lieferanten verwenden. Das ganze möglicherweise noch kombiniert mit einer Mitarbeiter- und offiziellen Unternehmens-App eröffnet ohne großen Mehraufwand einen großen Mehrwert!

 

Neben der Unterstützung fürs Recruiting liegt der Wert interner Unternehmensmedien aber vor allem darin, Mitarbeiter zu überzeugten Marken- und Unternehmensbotschaftern zu machen, welche dazu beitragen, das gute Image freiwillig und glaubhaft in die Welt zu tragen. Voraussetzung für den Erfolg ist aber eine stimmige und professionelle Abstimmung von Inhalten und den ausgewählten Kommunikationskanälen. Ein gutes Content-Marketing sorgt für die richtigen inhaltlichen und zeitlichen Abfolgen, die Übereinstimmung von internen und externen Botschaften, sowie von unternehmensgesteuerter, medienunterstützter als auch persönlicher Kommunikation.

Wird das alles richtig umgesetzt, dann gelingt auch das Employer Branding.


Weiterführende Quellen:

Lesetipps:

Employer Reputation – Das Konzept „Arbeitgebermarke“ neu denken: von Torsten Bittlingmaier / Bernhard Schelenz (Hrsg.), Haufe Fachbuch, 2015

 

„Die Zeit“ NR. 37/2018 und „Die Zeit“ NR. 39/2018 berichtet über die zwei sächsischen Unternehmen Staffbase und Nomos Glashütte

 

Freie Universität Berlin:

Die FU Berlin stellt unter diesem link Infomaterial und Broschüren zur Verfügung zum Thema Praktika als Fachkraeftesicherung

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Sascha Ladurner ist bekennender Grafik-Nerd. Er ist außerdem selbsternannter Fußballprofessor.

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/*]]>*/ Mon, 26 Nov 2018 20:14:00 +0100 https://www.quickdraw.at/2018/11/20/werbung-im-wandel-der-zeit/ https://www.quickdraw.at/2018/11/20/werbung-im-wandel-der-zeit/

Früher war doch alles Besser

Oder: Wie sich das Werben verändert hat

Ach, wie schön war’s in der guten alten Zeit. Wer ein Geschäft hatte und die Notwendigkeit verspürte, es bekannter zu machen, rief bei der Zeitung an und schaltete ein Inserat. Abhängig vom Werbebudget und der Branche entweder im Gemeindeblatt, der lokalen Wochenzeitung, der regionalen Tageszeitung oder halt in der Kronenzeitung, wenn’s im ganzen Land erscheinen musste (für unsere nichtösterreichischen Leser: da wir in Wien zuhause sind, nehmen wir der Einfachheit halber eine österreichische Zeitung – könnte aber selbstredend auch die BILD sein!).

War man zum Beispiel Florist, kam der Redakteur, machte ein nettes Bild, man schrieb eine Telefonnummer dazu, bemerkte ganz beiläufig, dass man Blumen für alle Anlässe habe, im speziellen für Taufen, Hochzeiten, Trauerfälle und den Valentinstag. Und da der Kunde keine andere Möglichkeit hatte, las er eben Zeitung und mit ein wenig Glück auch das Inserat. Und weil halt grad der Opa das Zeitliche gesegnet hat, oder der Valentinstag bevorstand, ist besagter Leser dann auch tatsächlich vorbeigekommen, und hat einen Trauerkranz oder Rosenstrauß gekauft.

Hatte man dann aber die Non­cha­lance, beim Medienunternehmen nachzufragen, wie viele Personen denn nun das Inserat tatsächlich gelesen hätten, wurde einem mit Mediadaten „gedroht“, bei denen aber niemand wirklich durchblickte (am wenigsten die Inseratenverkäufer – das weiß ich durch meine langjährige Verlagserfahrung) und die einem im Grunde nur die Zahl derer lieferten, die auf Grund einer umfragebasierten Hochrechnung die Zeitung als solche mit hoher Wahrscheinlichkeit lesen – im Durchschnitt wohlgemerkt!

Über die Interpretationen der Mediadaten wäre auf Grund der Vielfalt des Themas wohl ein eigener Blog fällig – der kommt auf die To-So-List ;-)

 

Aber wie gesagt, es gab keine Alternativen. Ziel war es also, möglichst viele Dinge auf möglichst kleinem Raum zu pressen (Kosten-Nutzen-Faktor im Print), da ich ja nur diese eine Möglichkeit hatte, den trauernden Enkel, den verliebten Nachbarn und die aufgeregte Braut anzusprechen. Und zwar mit ein und demselben Inserat! Klingt verrückt? Ist es auch!

 

Und heute? Wer schon mal versucht hat, in einem Social Media- oder Online-Kanal Werbung zu schalten, wird vermutlich an der übermächtigen Zahl der Interessenauswahl für die sogenannte Zielgruppenbestimmung verzweifelt sein. Warum aber gibt’s denn die überhaupt, und kann ich das nicht ignorieren? Kann man’s nicht wieder einfach so einfach haben wie früher? Klare Antwort: NEIN!

 

Und der Grund ist dafür ist: Wir leben im 21. Jahrhundert. Das allein ist jetzt noch nicht unbedingt Grund genug, aber die Tatsache, dass sich in den letzten 120 Jahren die Wirtschaft von der Industrialisierung hin zur digitalen Welt verändert hat, macht eine genaue Zielgruppendefinierung eben notwendig.

Früher war es wichtig, „average products for average people“ zu produzieren. Und dies war vor allem über die Fertigung von „Massenware“ für einen noch nicht gesättigten Markt möglich. Heute ist der Markt grundsätzlich in allen Bereichen gesättigt, manchmal sogar übersättigt. Um mit seinen Produkten und Dienstleistungen also noch zu Punkten, muss man die geeignete Nische finden. Und darum muss man seine potentiellen Kunden genau ansprechen. Und wer glaubt, dass das, was man anbietet, „für Alle“ sei, wird entweder im Marketing scheitern, oder aber unglaublich viel Geld dafür brauchen, denn der sogenannte Streuverlust in der Werbung wird enorm sein. Von Streuverlust spricht man, wenn die Werbebotschaft zwar viele Menschen erreicht, aber nur wenige davon meine potentiellen Kunden sind. Es ist also wichtig die Werbebotschaft auf die Zielgruppe entsprechend abzustimmen.

Um beim Beispiel mit dem Floristen zu bleiben: Es macht keinen Sinn mehr, alle Kunden gleich anzusprechen, sondern man wird die Trauerkränze mit einer ganz anderen Botschaft bewerben, als die Möglichkeit, sich in diesem Geschäft den Blumenschmuck für die Hochzeit zu bestellen. Und zwar deshalb, weil in der (Online)Werbung heute die Möglichkeit besteht, die Werbung sehr genau dorthin zu liefern, wo Bedarf besteht. Wer also seine Hochzeit plant und den Suchbegriff „Brautstrauß“ googelt, wird mit großer Wahrscheinlichkeit nicht auf die Anzeige klicken, die auch für Trauerfälle ausgespielt wird. Es sinken also die Chancen für all jene, die nicht zielgruppengenaue Werbung ausspielen.

 

Das Gute daran ist aber, dass es heutzutage nicht mehr mit Mehrkosten verbunden ist, viele verschiedene Anzeigen zu schalten. Man kann sein Budget also ohne viel Aufwand entsprechend splitten, und so der Braut mit einer entsprechenden Anzeige die Vorfreude auf die Hochzeit sogar noch vergrößern, anstatt sie mit einer „Todesanzeige“ vor den Kopf zu stoßen ;-)


Über den Autor:

Sascha Ladurner ist bekennender Grafik-Nerd. Er ist außerdem selbsternannter Fußballprofessor.

Beruflich beschäftigt er sich mit Werbung und Design und berät Unternehmen über die vielfältigen Möglichkeiten des Werbeuniversums.

Er hört Iggy Pop und leidet mit Wacker Innsbruck.

 

Kontakt: sascha.ladurner@gmail.com


/*]]>*/ Mon, 19 Nov 2018 09:16:00 +0100 https://www.quickdraw.at/2018/11/13/wie-ein-berg-zur-marke-wird/ https://www.quickdraw.at/2018/11/13/wie-ein-berg-zur-marke-wird/

Ein kleiner Matterhorn-Exkurs

Kennen Sie den Liskamm Ostgipfel? Nein? Dann aber bestimmt den Westgipfel. Oder das Nordened, die Zumsteinspitze, Dofourspitze oder Signalkuppe. Nie gehört? Und bei den Namen Täschhorn, Weisshorn oder Dom machts auch nicht “klick”? Aber Matterhorn sagt Ihnen etwas, stimmts? Wussten wir es doch – ist ja immerhin auch der berühmteste Gipfel der Alpen.

 

Jetzt wollen Sie sicher wissen, warum wir Sie nach all den anderen Namen gefragt haben – ganz einfach: Alle genannten Gipfel sind höher als das Matterhorn. Das Matterhorn schafft es noch nicht mal unter die Top-Ten der höchsten Alpengipfel. Wie also kommt es, dass es ausgerechnet dieser Berg im schweizerisch-italienischen Grenzgebiet zu solcher Berühmtheit gelangt ist und ihm sogar eine Schokolade nachempfunden wurde?

 

Zum ersten liegt das wohl an seiner Erscheinung. Kein anderer Gipfel ist so markant wie der des Matterhorns. Wie eine riesenhafte Pyramide erhebt er sich aus seinem Umland und ist weithin sichtbar, vor allem aber unverwechselbar. Und dann natürlich an all den Geschichten und Mythen, die sich rund um ihn ranken. Beginnend beim Wettlauf um die Erstbesteigung und dem daraus resultierenden tragischen Tod von vier Mitgliedern der Siebenerseilschaft, bis hin zum legendären Wutausbruch der Alpin-Ikone Reinhold Messner bei der Sendung “Verstehen Sie Spaß?” im Jahre 1988, die bis heute als eine der besten Episoden dieser Sendereihe gilt.

 

Warum wir Ihnen das erzählen? Nun, das Matterhorn ist im wahren Wortsinn der felsgewordene Beweis, dass man nicht der Größte in der Branche sein muss, um wahrgenommen zu werden.

 

Und wir von Quickdraw helfen Ihnen dabei, Ihr Alleinstellungsmerkmal weithin sichtbar zu machen. Wir sorgen für Ihre Unverwechselbarkeit und laden Ihre Geschichte mit Emotion auf. Wie ein Bergführer bei seiner Seilschaft schaffen wir Vertrauen, bringen unsere Erfahrung ein und sorgen dafür, dass Sie sich auf einen erfolgreichen Aufstieg konzentrieren können.

 

Wir haben über das Matterhorn übrigens eine Infografik gestaltet, welche ihr entweder in unseren downloads als druckfähiges pdf downloaden könnt, oder ihr fordert die Grafik im Format 30 x 63 cm als Hochglanzposter bei uns an. Selbstverständlich kostenlos (und solange der Vorrat reicht!).

 

Matterhorn Poster kostenlos

/*]]>*/ Tue, 13 Nov 2018 16:34:05 +0100 https://www.quickdraw.at/2016/05/19/corporate-identity-warum-es-ohne-ci-nicht-geht/ https://www.quickdraw.at/2016/05/19/corporate-identity-warum-es-ohne-ci-nicht-geht/

Corporate Identity – die seele jedes Unternehmens

Jedes große Unternehmen hat sie – seine eigene Corporate Identity (kurz CI). Und es gibt sogar einige, die sie nicht nur haben, sondern sogar leben. Die fast perfekte Symbiose von Unternehmertum und Marketing. Je kleiner Unternehmen werden, desto weniger oft gibt es eine als Corporate Identity definierte Version derselben, wenngleich selbst der kleinste Einzelunternehmer im Grunde nicht davor gefeit ist, eine zu haben – nur wissen das eben viele nicht!

Die Frage, die sich speziell Klein- und Kleinstunternehmer immer wieder stellen ist, ob es sich überhaupt lohnt, ein Corporate Design oder gar eine Corporate Identity im Unternehmen aufzubauen? Und dazu gibt es drei Antworten: Ja, ja und nochmal ja!

 

Der Philosoph steckt in uns allen

Nur zu oft höre ich von Mittelständlern und Kleinunternehmen, dass sie sich eine CI nicht leisten können oder wollen. Das ist was für Konzerne, für die Global Player angefangen von Apple über Red Bull bis VW und Zara. Aber nichts für den Maschinenbauer im Niederösterreichischen Industrieviertel oder den lokalen Tischler im Zillertal. „Wir haben uns da eh mal ein Logo machen lassen“ ist da noch eine der besseren Aussagen. Dabei haben alle Unternehmer eine mehr oder wenige fertige CI bereitliegen, die es nur mehr gilt aufzugreifen, im Idealfall in Worte zu fassen und damit auch sichtbar nach innen (zu den Mitarbeitern) und außen (zu Kunden, Lieferanten, Partnern) zu tragen. Denn in mittlerweile über 20 Jahren in der Werbebranche habe ich bisher noch nicht einen einzigen Unternehmer getroffen, der nicht zumindest für sich selbst eine Unternehmensphilosphie zusammengetragen hat. Denn wäre diese philosophische Grundidee nicht vorhanden, gäbe es kein Unternehmen. Selbst wenn die einzige Philosophie die des möglichst schnellen Geld Verdienens mit dem Unternehmen wäre, wäre das schon eine CI. Vielleicht nicht die allerbeste, aber immerhin eine CI. Meistens ergibt sich in Gesprächen mit Unternehmen aber weit mehr. Man erfährt interessantes über Gründungsideen, den Einstieg ins Unternehmertum, wie der traditionelle Familienbetrieb schon in vierter Generation geführt wird. Man hört, wie viel Herzblut in der Perfektionierung der neuen Techniken für das fertigen der Metallgußteile steckt, wieviel Gedanken sich der Tischler für die richtige Wahl seines Holzes macht und wie sehr ihm der Wald, wo dieses her kommt am Herzen liegt. Der Restaurantbesitzer gerät ins schwärmen, wenn er von der vielgelobten regionalen Küche seines Hauses berichtet, der Installateur ist stolz, dass er mit neuester Technologie dem Hausbesitzer 25 % der Energiekosten sparen kann und der lokale Möbelhändler genießt es, als größter Arbeitgeber im Ort angesehen zu sein.

 

All das ist Teil der CI, mehr noch, es ist das philosophische Grundgerüst jeglichen Unternehmertums. Auch wenn sich Handwerker oder Dienstleister dessen oft nicht bewusst sind – ein Philosoph steckt in jedem von uns. Natürlich wäre eine umfangreiche Corporate Identity noch viel mehr und kann bis ins beinahe unendliche weitergebaut und auch gelebt werden. Aber das, was von Mitarbeitern und Außenstehenden – dazu gehören auch Kunden – als gelebtes Unternehmertum wahrgenommen wird, ist im Grunde das, was große Konzerne als CI benennen. Wie sich der Unternehmer seinen Mitarbeitern, seinen Lieferanten und Kunden gegenüber benimmt, bestimmt die Wertebasis des Unternehmens. Und auf dieser basiert die gesamte CI. Steht dieses philosophische Grundgerüst, ist es auch keine Schwierigkeit mehr, den visuellen Auftritt, also das Corporate Design, richtig umzusetzen. Warum es übrigens ohne CI kein vernünftiges CD gibt lesen Sie hier.

 

Um nun dieses CI für sein eigenes Unternehmen zusammenzufassen, benötigt es in der Regel keine teure Agentur oder eine eigene Marketingabteilung, sondern nicht mehr als einen Bleistift und ein paar Seiten leeres Papier.

 

Und falls das philosophische Erstlingswerk dann doch noch visuell ansprechend umgesetzt werden soll, beauftragen Sie einfach den Grafiker Ihres Vertrauens!


Begriffserklärungen im Detail:

Corporate Identity

Corporate Design

Über den Autor:

Sascha Ladurner ist bekennender Grafik-Nerd. Er ist außerdem selbsternannter Fußballprofessor.

Beruflich beschäftigt er sich mit Werbung und Design und berät Unternehmen über die vielfältigen Möglichkeiten des Werbeuniversums.

Er hört Iggy Pop und leidet mit Wacker Innsbruck.

 

Kontakt: sascha.ladurner@gmail.com



/*]]>*/ Tue, 09 Oct 2018 15:29:00 +0200 https://www.quickdraw.at/2016/05/19/form-follows-function-der-weg-zum-richtigen-corporate-design/ https://www.quickdraw.at/2016/05/19/form-follows-function-der-weg-zum-richtigen-corporate-design/

Corporate Identity und Corporate Design sind zwei Themen, die einander eng verbunden sind. Während das eine, die Corporate Identity (kurz CI), ein beinahe philosophisches Thema ist, ist das andere, das Corporate Design (kurz CD), die visuelle Darstellung der CI. Klingt jetzt erstmal kompliziert, auf den zweiten Blick ist aber alles ganz logisch. Aber jetzt der Reihe nach:

Beispiel einer gelungenen Umsetzung: Das CD von Shuffle Events.

Als Agentur, welche ihren Schwerpunkt auf Grafikdesign und Layout von Magazinen und Drucksorten legt, werden wir naturgemäß oft mit dem Thema Corporate Design konfrontiert. Sei es, dass im Rahmen eines Auftrages ein bestehendes CD für z.B. ein Kundenmagazin umzusetzen ist, oder wir beauftragt werden, ein CD für ein Unternehmen neu zu konzipieren.

 

Von der Philosophie zum visuellen Auftritt

Ersteres ist im Grunde genommen nicht mehr als solide Handwerksarbeit, wo es gilt, im Rahmen vordefinierter Regeln kreativ tätig zu sein.

Zweiteres ist etwas komplexer. Aber für uns als Agentur natürlich auch schöner.

Während jedoch große Unternehmen meistens über eine klar definierte Corporate Identity verfügen und diese zumeist auch in schriftlicher Form vorliegt, und somit sowohl gegenüber Mitarbeitern als auch Kunden und Geschäftspartnern kommuniziert und gelebt werden kann (mal besser, mal schlechter), haben Mittelständler, und insbesondere Kleinunternehmen, in diesem Bereich oft noch gravierende Lücken. Bei Anfragen betreffend die Kreation eines neuen Logos oder eines Corporate Designs wird dies oft schon beim Erstgespräch sichtbar.

Aber warum ist die Corporate Identity (lesen Sie hier mehr über CI) für die Gestaltung des Corporate Design überhaupt so wichtig?

 

Form follows Function

Im Gespräch mit Kolleginnen und Kollegen aus unserer Branche kommt naturgemäß immer wieder die Thematik des „Gefallens“ eines Logos oder einer visuellen Umsetzung auf. Und genau hier beginnt auch meistens das Gespräch mit (potentiellen) Kunden. Im Erstgespräch fallen oft die Worte „schön“, „gefallen“, „irgendwas in der Art von XY“ und so fort. So gut wie nie höre ich von Kunden, dass wir ein Logo kreieren sollen, welches schlicht und einfach „richtig“ ist. Dabei ist genau das der Knackpunkt – hässlich oder schön liegt ausschließlich im Auge des Betrachters. Und darüber lässt sich trefflich streiten. Nur weil ich rot mag, muss das noch nicht jedem anderen gefallen. Und die serifenlose Schrift kann der eine gut finden, dem nächsten sagt das ganz und gar nicht zu. Als Designer steht man damit vor einem trefflichen Dilemma. Dabei gibt es eben dafür eine einfache Regel – Form follows Function!

 

Eigentlich aus der Architektur kommend (Beispiel Hausbau: will ich Morgensonne beim Aufwachen, muss das Schlafzimmer ostseitig sein) haben wir uns dieses Motto grafisch zu eigen gemacht, und können damit die o.a. Probleme charmant lösen. In dem wir im Gespräch mit den Kunden detailliert und gezielt nachfragen wie es zur Unternehmensgründung kam, welche Intentionen dabei eine Rolle gespielt haben, wen man ansprechen will und vor allem warum, welches die Werte sind, die der Unternehmer vertritt, was das bestehende Unternehmen leisten kann oder in Zukunft leisten soll, wie es nach außen wahrgenommen werden soll und wie es der Unternehmer selbst gerne positioniert und präsentiert hätte. Mit der Beantwortung dieser Basic-Fragen entsteht nämlich automatisch das Grundgerüst dessen, was Konzerne als Corporate Identity bezeichnen. Und unsere Arbeit steht plötzlich nicht mehr im Spannungsfeld von „Gefällt mir – gefällt mir nicht“, sondern von „Richtig oder falsch“! Und richtige Arbeit abzuliefern fällt auch in der Kreativbranche wesentlich leichter, als etwas zu produzieren, das nur „gefällt“. Durch die Form-follows-Function-Methode schaffen wir also das, was man auf neudeutsch Win-Win-Situation nennt. Der Kunde bekommt ein Produkt, welches zwangsläufig gut(aussehend) ist, weil es schlicht und ergreifend richtig ist, und wir als Agentur sind nicht mehr in der für Kreative schrecklichen Situation etwas machen zu müssen, was „gefällt“!

 

Nicht „schön vs. unschön“ sollte also der Denkansatz als Unternehmer sein, sondern „richtig vs. falsch“ – dann klappt’s auch mit dem Corporate Design!

 

p.s.: Dass ausgerechnet Architekten die schlimmsten Kunden für Grafikagenturen sein sollen, halten wir natürlich für ein gemeines Gerücht ;-)


Begriffserklärungen im Detail:

Corporate Identity

Corporate Design

Über den Autor:

Sascha Ladurner ist bekennender Grafik-Nerd. Er ist außerdem selbsternannter Fußballprofessor.

Beruflich beschäftigt er sich mit Werbung und Design und berät Unternehmen über die vielfältigen Möglichkeiten des Werbeuniversums.

Er hört Iggy Pop und leidet mit Wacker Innsbruck.

 

Kontakt: sascha.ladurner@gmail.com



/*]]>*/ Tue, 25 Sep 2018 15:03:00 +0200 https://www.quickdraw.at/2015/03/23/test-blog-nummer-1/ https://www.quickdraw.at/2015/03/23/test-blog-nummer-1/

Fußballstadien sind Orte voller Leidenschaft, Freudengeschrei und Testosteron. Das kann man förmlich spüren. Und ein geschätzter Kollege meinte einmal, am Stadiontor wird die politische Korrektheit abgegeben wie schlecht versteckte Pyrotechnik (© Stefan Lassnig). Stimmt natürlich. Ganz speziell Wacker-Innsbruck-Fans wissen das. Aber heute geht's nicht um irgendwelches Fangeplänkel, sondern schlicht darum, wie Stadien zu ihren Namen kommen – oder eben nicht.

Fußball Stadion Stadionname soccerfield
Es gibt nichts schöneres für Fußballfans als einen Besuch im Stadion. Foto: Envato Elements

Warum schreibt überhaupt jemand, der sich hauptsächlich mit Werbung und Marketing beschäftigt, einen Blog in dem es um Fußball geht? Weil Fußball mit Werbung schon ganz schön viel gemeinsam hat. Also so Außenwirkungstechnisch gesehen. Fußballteams sprechen eine Zielgruppe an, die heißen dann halt Fans (so wie auf Facebookseiten) oder Hooligans oder Ultras (wie auf den Facebookseiten diverser Rechtspopulisten). Und die Clubs schauen da schon sehr genau darauf, die jeweiligen Zielgruppen gut zu bedienen.

Außerdem machen Fußballclubs Merchandising. Sie verkaufen also Leiberln mit Nummern und Namen von Spielern, Kaffehäferln, Schlüsselanhänger, Strampelanzüge, Luftmatratzen und was weiß ich noch alles. Und da gibts Clubs, die machen das super – die kommen aus München, Manchester oder Madrid. Und es gibt Clubs die können das nicht ganz so gut – die kommen dann aus Hütteldorf, Favoriten oder Mattersburg.

 

Aber der ganze Stolz von erfolgreichen Fußballclubs sind die Orte, in denen sich wöchentlich die oben beschriebene Zielgruppe einfindet, um das Team, dem sie mit ganzem Herzen anheim gefallen ist, anzufeuern. Diese Schmelztiegel von Fankultur, Schmähgesängen und latenter Gewaltbereitschaft nennt man in Fachkreisen "Das Stadion".

Wenn ein Fan einer Mannschaft ins "Stadion" geht, dann weiß sein Umfeld in welches! Da muss der nix genaues benennen. ABER – und das ist die Krux an der Sache – in "Das Stadion" kommen auch andere Personenkreise als nur die Zielgruppe einer einzigen Fußballmannschaft. Es hat sich nämlich eingebürgert, dass Fans gegnerischer Mannschaften ebendiese zu sogenannten Auswärtsspielen begleiten, um das eigene Team zu unterstützen. Ein gelungener Akt der Kundenbindung gewissermaßen. Und da kann man dann natürlich nicht mehr sagen, man geht in "Das Stadion". Weil man geht zwar in "ein Stadion", aber aus dem Blickwinkel des Fans gesehen eben in ein anderes. Und deshalb hat man irgendwann angefangen, Stadien Namen zu geben.

 

Diese Namensgebungen sind unterschiedlich kreativ. "Allianz-Arena" bringt jede Menge Geld vom Sponsor, ist also rein ökonomisch sehr empfehlenswert, aus Fansicht aber mäßig spannend. Denn Fans lieben Stadien, die mit Tradition behaftet sind – wie das Old Trafford in Manchester. Aber am allerallermeisten mögen Fußballfans, wenn Stadien nach legendären Kickern eines Clubs benannt werden. Da gibt's schöne Beispiele dazu. Das Ferenc-Puskas-Stadion in Budapest zum Beispiel. Das Fritz-Walter-Stadion in Kaiserslautern oder das Guiseppe-Meazza-Stadion in Mailand. Und natürlich das in Österreich weltbekannte Ernst-Happel-Stadion im Wiener Prater. Namen wie Wörthersee-Arena oder Stadion Wals-Siezenheim hingegen sind ein Affront für jeden fußballaffinen Geist. Und ein Stadion Gugl zu nennen, selbst wenns Tradition hat, ist einfach lächerlich! Diesbezüglich herrscht in Österreich durchaus noch Aufholbedarf.

 

Ich meine, es müsste sich doch allerorts ein legendärer Fussballer finden lassen, nach dem man diese Stadien benennen könnte. In einer angeregten Diskussionsrunde mit zahlreichen selbsternannten Fußballprofessoren (ich zähle mich da durchaus selbstkritisch dazu) wurden dann auch alle möglichen Varianten durchgespielt, bis auf einmal ein Vorschlag aufs Parkett kam, der bei uns blankes Entsetzen auslöste, Angstschweiß freisetzte und – wie in diesem Fall nicht anders zu erwarten – von einer Frau kam.

 

Warum nicht auch mal Stadien nach Frauen benennen? Ääähh – wie bitte????

 

Immerhin gäbe es genügend Sportlerinnen und Frauen, die sich solch ein Denkmal durchaus verdient hätten. Und außerdem steht ja auch hinter jedem erfolgreichen Mann eine starke Frau. Und deshalb wäre es durchaus angebracht, endlich ein Stadion nach einer ebensolchen zu benennnen. Wir Männer schauten etwas betreten, und entschloßen uns nach kurzer Zeit so zu tun, als ob diese Aussagen einfach nie gefallen wären.

 

Denn jetzt mal ganz ehrlich – glaubt irgendjemand wirklich, dass wir den Zuschlag zur Austragung der Fußball-Europameisterschaft 2008 erhalten hätten, wenn in dem der UEFA vorgelegten Konzept gestanden hätte:

Das Endspiel zur UEFA-Fußball-EM 2008 wird ausgetragen im altehrwürdigen "Dem-Ernst-Happel-Seine-Frau-Ihr-Stadion"?

 

Sag ich ja.


Über den Autor:

Sascha Ladurner ist selbsternannter Fußballkenner und geht auch gern mal in "Das Stadion".

Beruflich beschäftigt er sich mit Design und berät Unternehmen über die vielfältigen Möglichkeiten des Werbeuniversums.

Er mag Iggy Pop und Wacker Innsbruck.

 

Dieser Blog erschien in leicht abgewandelter Form erstmals kurz vor Eröffnung der Heim-EM 2008 in veränderter Form!

Kontakt: sascha.ladurner@gmail.com



/*]]>*/ Tue, 24 Jul 2018 15:02:00 +0200 https://www.quickdraw.at/2015/08/14/wenn-ich-einmal-reich-w%C3%A4r-aber-bitte-rasch/ https://www.quickdraw.at/2015/08/14/wenn-ich-einmal-reich-w%C3%A4r-aber-bitte-rasch/

Schnelles Geld – leicht verdient

Raus aus der Komfortzone und holt euch die Millionen. Zum Geld verdienen muss man nicht viel können. Naja, zumindest kann man alles ganz schnell lernen. Wir vergleichen Fußballtrainer vs. Social Media Manager – und das Ergebnis ist überraschend: in beiden Berufen kann man ganz schnell superreich werden. Als Trainer muss man allerdings dann doch was leisten ;-)

Reich schön Marketing Social Media Fußballtrainer
Reich und schön – so sehen alle Leute in der Werbung und im Marketing aus. Foto: Envato Elements

Wenns ums Geld geht schrillen bei den meisten Leuten die Alarmglocken. Denn eigentlich gilt in unseren Breitengraden das ungeschriebene Gesetz, dass man über Geld nicht spricht. Niemand will, dass andere wissen wieviel (oder wenig) man verdient. Ein paar Ausnahmen gibt es aber.

 

Bei Fußballclubs z.B. wird gerne mal geklotz damit, was man für Summen für welchen Spieler ausgegeben hat. 220 Mille für Neymar. Euro wohlgemerkt! 110 Mille für Ronaldo. Auch Euro wohlgemerkt!

Und Othmar Hitzfeld – für alle jungen Fußballfans: das ist der Pep Guardiola meiner Generation – hat letzthin mal lässig eine 25-Millionen-Offerte des chinesischen Spitzenclubs Guangzhou Evergrande (Ich frag mich grade ob's sowas wie chinesische Spitzenklubs im Fußball überhaut gibt?) ausgeschlagen. Zu wenig Perspektive oder so. Seinen brasilianischen Kollegen Luiz Felipe Scolari hat die Perspektivenlosigkeit weit weniger geschreckt.

 

Bei einer Diskussion mit ein paar Freunden über die Höhe der Ablösesummen und Trainergehälter kam natürlich die Frage auf, wie man sich da einen Teil des Kuchens holen könnte. Und da wird's schwierig. Weil für eine vielversprechende Kickerkarriere sind wir entweder zu alt oder zu talentbefreit. Ich sogar beides.

 

Eine Trainerkarriere käme freilich noch in Frage, aber da langt ja nicht, einfach in irgendeiner Bezirksliga anzufangen und dann mit seiner Mannschaft den Durchmarsch in die Champions League anzutreten. Wäre auch zu einfach. Nein, nein – da muss man zwischendurch ganz schön was leisten. Jede Menge Kurse (für alle Interessierten hier der Überblick), Leistungstests und, wenn ich das richtig recherchiert habe, irgendwann muss man sogar ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen! Ganz am Ende wird man dann von irgendjemanden geprüft. Den sogenannten Experten. Und bis es soweit ist dauerts. Das macht man nicht mal so nebenbei an ein, zwei Wochenenden.

 

Ganz anders im Marketing. Marketing führt, wie wir alle wissen, zwangsläufig zu Ruhm und Reichtum. Und digitales Marketing noch viel mehr und noch viel schneller. Ist ja schließlich auch digital, so Internet halt.

 

Und falls sich nun jemand von euch denkt, naja, aber so richtig Ahnung hab' ich ja davon nicht, da hab' ich gute Neuigkeiten!

 

Das könnt ihr in fünf ( in Worten: FÜNF!!!!) Tagen lernen. Mit Zertifikat und weltweit anerkanntem Titel "Professional Diploma in Digital Marketing". Und stellt euch vor, ihr könnt dann diesen coolen Titel auch auf eure Visitenkarten schreiben. Yeah, Baby, yeah!!

Glaubt ihr nicht? Ich ehrlich gesagt auch nicht. Angeboten wirds trotzdem: www.digitalmarketingschool.de bietet euch genau das. Sogar mit einem Kurs in Barcelona. Da werdet ihr also im Sauseschritt fit gemacht für SEO, Social Media, Display-Werbung, E-Mail-Marketing und den ganzen anderen heißen Scheiß.

 

Also wer noch schnell reich und berühmt werden will, bevor der Sommer vorbei ist, soll das buchen. Und wenns danach überraschend mit dem Geldregen nicht so klappt, kann man sich ja immer noch für the "Voice of Simmering" bewerben. Oder Fußballtrainer werden.


Über den Autor:

Sascha Ladurner hat etwas mehr als fünf Tage gebraucht, um sich sein Wissen anzueignen. Er ist außerdem selbsternannter Fußballkenner.

Beruflich beschäftigt er sich mit Werbung und Design und berät Unternehmen über die vielfältigen Möglichkeiten des Werbeuniversums.

Er mag Iggy Pop und Wacker Innsbruck.

 

Kontakt: sascha.ladurner@gmail.com



/*]]>*/ Wed, 27 Jun 2018 09:35:00 +0200 https://www.quickdraw.at/2016/04/07/5-digitalisierungs-mythen-aka-h%C3%B6rt-auf-mit-dem-schei%C3%9F/ https://www.quickdraw.at/2016/04/07/5-digitalisierungs-mythen-aka-h%C3%B6rt-auf-mit-dem-schei%C3%9F/

Stoppt kinderarbeit!

Wenn Unternehmer auf das setzen, was landläufig als „die Digitalisierung“ bezeichnet wird, hören sie eine Menge gutgemeinter Ratschläge.

Einige davon sind aber blanker Unsinn – Bullshit würde der bereits digitalisierte Socialmedia-Manager das nennen!

Frau tippt auf einem Laptop Suchbegriffe in einen Webbrowser
Der Digitalisierungswahn hat zwischenzeitlich auch renommierte Unternehmen befallen – warum verhindert das denn niemand? Foto: pixabay

Seien wir uns mal ehrlich – sogar die österreichische Wirtschaft ist an dem Punkt angelangt, wo sie (langsam zwar, aber stetig) realisiert, dass da was auf uns zukommt. Und irgendwas hat das mit Internet zu tun. Was es dabei bei den einzelnen Unternehme(r)n auslöst, ist unterschiedlich, aber im Wesentlichen in zwei Kategorien einzuteilen: Panik oder hektische Betriebsamkeit. Aber egal welcher Kategorie du angehörst – du solltest dich zumindest von den folgenden Mythen nicht beeinflussen lassen:

 

Mythos 1: Digital Business hat nichts mit der alten Geschäftswelt zu tun

Dies ist naturgemäß die Lieblingsweisheit aller digitalen Beratungsbuden und Socialmedia-Zauberer und natürlich die unantastbare Aussage bei allen – wirklich allen – Innovationsgipfeltreffen der Branche.

Denn die Illusion, dass man eine völlig neue Art der Ökonomie betritt ist sozusagen Grundvoraussetzung für deren Geschäftsmodell! Dabei geht‘s auch in der „New Economy“ im Grunde nur darum, was die Kunden des Unternehmers wollen und wie ich es als Unternehmer schaffe, Kunden für mein Produkt zu interessieren. Wenn ich das nicht schaffe, ist es grundsätzlich egal ob ich ein „dotcom“ oder ein altmodischer Handwerksbetrieb bin. Denn dann bin ich so oder so ganz schnell weg vom Fenster. Was dagegen stimmt ist, dass es einige New Player geschafft haben, eben dieses Kundenbedürfnis wieder mehr in den Focus zu rücken, und damit alteingesessene Betriebe in Bedrängnis brachten. Das heißt aber nur, dass einige der Etablierten aus dem Blick verloren haben, womit sie ursprünglich groß wurden!

 

Mythos 2: Alle unter 30 sind Digital Natives und verstehen das Geschäft

Jaja, jede Generation nimmt das Recht für sich in Anspruch, sich gegenüber dem Establishment aufzubludern und den arrivierten zu zeigen, wie man es richtig macht. Aber zum ersten Mal lässt sich die ältere Generation von der albernen Arroganz der Jungen tatsächlich beeindrucken, und glaubt jeden noch so verqueren Mist, den die Jungspunde verzapfen. Es hat ja beinahe schon etwas Peinliches, wenn gestandene Manager jeden Unfug auf Twitter verbreiten, weil sie fürchten, sonst als altmodisch gesehen zu werden. Dabei genügt ein Blick zu den wirklich großen Playern, um zu sehen wer das digitale Datenschiff tatsächlich steuert: Google-Chef Eric Schmidt wurde 1955 geboren, war also schon Mitte Dreißig, als das World Wide Web geboren wurde. Apple-CEO Tim Cook ist gerade mal fünf Jahre jünger, Tesla-Wundermann Elon Musk ist 44 Jahre alt. Und selbst der ewige Jungspund Mark Zuckerberg hat seinen Dreißiger schon hinter sich!

Stoppt also die Kinderarbeit – ein Hoodie, Hornbrille und Vollbart sind modische Accessoires, aber kein Indiz dafür, dass man von irgendwas mehr versteht als die alte Garde.

 

Mythos 3: Mehr Digital ist gleich mehr Geld

Der möglicherweise größte Irrtum, dem Unternehmer aufsitzen ist, dass schnellere Rechner, eine App und eine Homepage den Umsatz ankurbeln. Das stimmt allerdings nur bedingt – denn was all diese Möglichkeiten in Wirklichkeit bedeuten ist folgendes: Alle Informationen über Produkte, Preise und Qualität sind praktisch rund um die Uhr und von überall abrufbar. Man kann sich also nicht mehr auf ein Informationsdefizit oder die Markentreue des Kunden verlassen. Sondern man ist gezwungen, sich auf die Kernwerte des eigenen Unternehmens zu konzentrieren und das nach außen, zum Kunden zu tragen – eigentlich nichts wirklich neues (siehe Mythos 1).

 

Mythos 4: Apple & Co. Kennen die Zukunft

Irgendwie beeindruckend: Wie das sprichwörtliche Kaninchen vor der Schlange erstarren europäische Unternehmen regelmäßig, wenn irgendwelche (Pseudo)Ideen aus dem Silicon Valley an die Öffentlichkeit geraten. Selbst arrivierte Unternehmen aus der Automobilbranche lassen sich in Panik versetzen, weil irgendein gelangweilter Produktdesigner eine Studie veröffentlicht, die Entfernt an einen fahrbaren Untersatz erinnert. Tatsächlich aber sitzen in den Headquarters von Apple, Google oder Facebook mitnichten mit hellseherischen Fähigkeiten ausgestattete Mystiker, sondern einfach nur Leute, denen erlaubt wird, auch mal saublöde Ideen durchzudenken – denn vielleicht wird ja was draus. Das kann der Maschinenbauer im Waldviertel seinen Mitarbeitern aber auch erlauben. Und schon kommt die nächste Innovation aus Horn statt aus Mountain View.

Das einzig wichtige Prinzip lautet „Trial and Error“ – wieder mal echt old school (siehe Mythos 1).

 

Mythos 5: Schöne neue, digitale Welt

Viele, sehr viele sogar, glauben, dass sich die Welt in zwei Bereiche teilt: Einerseits das Internet – schnell, durchgehend in Veränderung und bevölkert von lauter schlauen Wesen, die sich dort bewegen und Unmengen an Kohle scheffeln. Und dann auf der anderen Seite die analoge Welt – langsam, träge und voller blöder Idioten, die es einfach nicht kapieren wollen. ABER: Das Netz sind WIR! Du, ich, sogar meine Mama! Selbst wenn die Hipster-Kids (siehe Mythos 2) für sich beanspruchen, dass ihnen alles ein bisschen mehr gehört, ohne uns wären sie schlicht und einfach nicht existent. Denn es gibt keine größere Konformitätsbewegung als das Internet – wir alle wurden schon längst eingemeindet und sind Teil des großen Ganzen.

 

Also ihr Unternehmer da draußen, egal ob Technik-Start-Up oder Handwerksbetrieb in sechster Generation, ob Großkonzern oder Einzelkämpfer: hört auf, euch zu fürchten, hört auf euch wie Idioten zu benehmen, hört auf euch Gedanken zu machen ob ihr das Netz auch richtig nutzt.

Macht einfach was ihr am Besten könnt: Euren Job!


Über den Autor:

Sascha Ladurner mag das Internet und die reale Welt. Er ist außerdem selbsternannter Fußballkenner.

Beruflich beschäftigt er sich mit Werbung und Design und berät Unternehmen über die vielfältigen Möglichkeiten des Werbeuniversums.

Er hört Iggy Pop und leidet mit Wacker Innsbruck.

 

Kontakt: sascha.ladurner@gmail.com



/*]]>*/ Thu, 12 Apr 2018 14:16:00 +0200

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