Wenn ich einmal reich wär' … aber bitte rasch!

Keine Sorge – das ist jetzt kein Fußballblog mehr. Kein reinrassiger zumindest. Weil es gibt da zwar einige Analogien zu dieser Sportart, aber diesmal nur in monetärer Hinsicht. Weil es geht ums Geld. Um viel Geld. Um euer Geld!  Also jetzt raus aus der Komfortzone und holt euch die Millionen.


 Wenns ums Geld geht schrillen bei den meisten Leuten die Alarmglocken. Denn eigentlich gilt in unseren Breitengraden das ungeschriebene Gesetz, dass man über Geld nicht spricht. Niemand will, dass andere wissen wieviel (oder wenig) man verdient. Ein paar Ausnahmen gibt es aber.

 

Bei Fußballclubs z.B. wird gerne mal geklotz damit, was man für Summen für welchen Spieler ausgegeben hat. 36 Mille für Vidal. Euro wohlgemerkt! 68 Mille für Raheem Sterling. Auch Euro wohlgemerkt!

Und Othmar Hitzfeld – für alle jungen Fußballfans: das ist der Pep Guardiola meiner Generation – hat heuer mal lässig eine 25-Millionen-Offerte des chinesischen Spitzenclubs Guangzhou Evergrande (Ich frag mich grade ob's sowas wie chinesische Spitzenklubs im Fußball überhaut gibt?) ausgeschlagen. Zu wenig Perspektive oder so. Seinen brasilianischen Kollegen Luiz Felipe Scolari hat die Perspektivenlosigkeit schon weniger geschreckt.

 

Bei einer Diskussion mit ein paar Freunden über die Höhe der Ablösesummen und Trainergehälter kam natürlich die Frage auf, wie man sich da ein Teil des Kuchens holen könnte. Und da wird's schwierig. Weil für eine vielversprechende Kickerkarriere sind wir entweder zu alt oder zu talentbefreit.

 

Eine Trainerkarriere käme freilich noch in Frage, aber da langt ja nicht, einfach in irgendeiner Bezirksliga anzufangen und dann mit seiner Mannschaft den Durchmarsch in die Bundesliga anzutreten. Wäre auch zu einfach. Da muss man zwischendurch ganz schön was leisten. Jede Menge Kurse (für alle Interessierten hier der Überblick), Leistungstests und, wenn ich das richtig recherchiert habe, irgendwann muss man sogar ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen! Ganz am Ende wird man dann von irgendjemanden geprüft. Den sogenannten Experten. Und bis es soweit ist dauerts. Das macht man nicht mal so nebenbei an ein, zwei Wochenenden.

 

Ganz anders im Marketing. Marketing führt, wie wir alle wissen, zwangsläufig zu Ruhm und Reichtum. Und digitales Marketing noch viel mehr und noch viel schneller.

Ist ja schließlich auch digital, so Internet halt.

 

Und falls sich nun jemand von euch denkt, naja, aber so richtig Ahnung hab' ich ja davon nicht, da hab' ich gute Neuigkeiten!

 

Das könnt ihr in fünf ( in Worten: FÜNF!!!!) Tagen lernen. Mit Zertifikat und weltweit anerkanntem Titel "Professional Diploma in Digital Marketing". Und stellt euch vor, ihr könnt dann diesen coolen Titel auch auf eure Visitenkarten schreiben. Yeah, Baby, yeah!!

Glaubt ihr nicht? Ich ehrlich gesagt auch nicht. Angeboten wirds trotzdem: www.digitalmarketingschool.de bietet euch genau das. Sogar mit einem Kurs in Barcelona. Da werdet ihr also im Sauseschritt fit gemacht für SEO, Social Media, Display-Werbung, E-Mail-Marketing und den ganzen anderen heißen Scheiß.

 

Also wer noch schnell reich und berühmt werden will, bevor der Sommer vorbei ist, soll das buchen. Und wenns danach überraschend mit dem Geldregen nicht so klappt, kann man sich ja immer noch für the "Voice of Simmering" bewerben. Oder Fußballtrainer werden.


Über den Autor:

Sascha Ladurner hat etwas mehr als fünf Tage gebraucht, um sich sein Wissen anzueignen. Er ist außerdem selbsternannter Fußballkenner.

Beruflich beschäftigt er sich mit Werbung und Design und berät Unternehmen über die vielfältigen Möglichkeiten des Werbeuniversums.

Er mag Iggy Pop und Wacker Innsbruck.

 

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